
Selten hatte Künstler Egbert Broerken, der schon viele Tastmodelle in Deutschland und ganz Europa erschaffen hat, solche Herausforderungen zu bewältigen wie bei der Schaffung des Wormser Reformationsdenkmals. Es ist einfach die Form des Denkmals mit seinen elf filigranen Figuren, die dem Künstler im Entstehungsprozess mehr als einmal Kopfzerbrechen machte. Das erste Modell wurde beim Guss beschädigt und für das zweite musste eine neue Gießerei gefunden werden – keine leichte Aufgabe. Nun aber ist sie gelöst und das Modell ist gegossen.
Kai Hornuf, Past-Präsident des Clubs, ist eigens in die Gießerei gereist, um den Bronzeguss vor Ort zu verfolgen. In einem großen Trichter liegt beim Guss die Grundplatte, von Schamotte ummantelt und umgeben von einem Granulat, das verhindert, dass das Modell beim Guss auseinanderbricht.
Beim Gießvorgang sorgen dann unten ringsum angebrachte Schläuche für ein Vakuum, damit die Bronze auch wirklich bis in den letzten Winkel fließt und die Figuren detailgetreu ausgeformt werden. Das Modell ist nun in Bronze gegossen und nach 10 Tagen Abkühlphase hat Egbert Broerken nur noch die letzten Arbeitsschritte zu tun. Wenn auch noch die Versiegelung der Oberfläche gegen Witterungseinflüsse und Vandalismus aufgebracht ist, kann das Modell die Reise nach Worms antreten.
Am Montag, dem 25. Juni, um 11 Uhr, genau zum 150-jährigen Jubiläum des Originaldenkmals, erfolgt nun endlich nach mehreren Verzögerungen die feierliche Übergabe an die Stadt.
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