
Von Klaus Diehl Es war für die junge Wormatia-Elf schon ein Spiel mit besonderem Erfahrungswert, das sie am 16. August letzten Jahres mit 1:2 gegen den HSV Hessel Kassel verloren. Zum einen, da sie ab der 41.Minute nur noch mit neun Spielern auf dem Rasenplatz des Auestadions standen, nachdem Benjamin Mass (39.) und Eugen Gopko (41.) beim Stande von 1:1 und innerhalb von zwei Minuten jeweils die Rote sahen. Warum, weshalb und wieso braucht man heute nicht mehr zu diskutieren. Vielmehr die Lehren daraus ziehen. Es war eine Superleistung der Mannschaft, die in zweifacher Unterzahl sich erst in der 83. Minute geschlagen geben musste, und beinahe auch noch zum Ausgleich gekommen wäre. Hierbei entstand ein weiterer Schub der Zusammengehörigkeit und der Festigung der Mannschaft, was sich in den folgenden Spielen auch auszahlen sollte. Denn aus sechs Spielen holte man 15:1 Punkte ehe man beim Meisterschaftsaspiranten in Elversberg wieder eine Niederlage hinnehmen musste.
Die Uhren stehen bei „Null“
Wenn es am Samstag zum Rückspiel kommt, so stehen die Uhren beim Beginn um 14 Uhr auf „Null“ und auch elf Wormaten auf dem Platz. Die Kasselaner waren damals nicht Schuld an den Roten Karten, sondern ein völlig überforderter Schiedsrichterneuling in der Regionalliga mit unterschiedlicher Auslegung. Die Sache ist auch für Trainer Sascha Eller abgehakt und er wünscht sich heute, dass sich seine Schützlinge auf ihr Spiel besinnen, mit der nötigen Geduld zu Werk gehen und nach Möglichkeit auch die Torchancen besser nutzen, als dies zuletzt beim 0:1 im Testspiel gegen die Offenbacher Kickers der Fall war. „Ich werde natürlich mit elf Spielern beginnen und will nach Möglichkeit auch mit elf Spielern ein siegreiches Spiel beenden“, so Sascha Eller. Was die Aufstellung betrifft, so könnte das Aufgebot der ersten „Elf“ genau so aussehen, wie man auf dem Sportplatz in Neuhausen gegen die Offenbacher Kickers begann. Unwägbarkeiten könnte die derzeit durch das Land grassierende Grippe-Welle sein, oder auch der eine oder andere angeschlagene Spieler, wie Jonathan Zinram und Benny Himmel. Wie auch zum Zeitpunkt beim Verfassen dieser Zeilen, ja auch noch Trainingseinheiten anstehen.
Die Richtung ist klar
Die Richtung vor diesem ersten Spiel nach der Winterpause ist jedoch klar. Mit 33 Punkten liegen die Wormaten derzeit auf dem 5. Tabellenplatz der Regionalliga Südwest. Was aber bei noch 14 ausstehenden Spielen noch keine Garantie auf den Klassenerhalt bedeutet. Mit anderen Worten, die „Eller-Truppe“ muss noch weiter fleißig punkten. am besten schon heute und von Spiel zu Spiel denken. „Nahziel sind 40 Punkte, danach sehen wir weiter. Ich bin mir sicher, dass wir gut vorbereitet sind, zumal mit dem nach seiner Langzeitverletzung zurückgekehrten Alper Akcam, sowie den Neuen Meik Karwot und Jonathan Koshko in der Breite zusätzliches Potential dazu gekommen ist. Wir haben weiter daran gearbeitet gegen tief stehende Gegner uns in Geduld zu üben und weiter spielerisch zu versuchen auch zu Toren zu kommen. Gegen Offenbach hatten wir da schon viel Pech mit zwei Lattentreffern von Sascha Wolfert. Ansonsten legten wir einen weiteren Schwerpunkt darauf aus der Viererkette heraus schneller nach vorne zu spielen. Letztlich sind wir alle froh, dass es am Samstag wieder losgeht, denn Testspiele befriedigen auf Dauer weder Spieler noch Trainer, doch gilt es die daraus gemachten Erfahrungen gegen Hessen Kassel positiv umzulegen. Ich setzte aber einmal mehr besonders auf den Teamgeist in der Mannschaft“, so Trainer Sascha Eller. Alla Wormatia, packen wir es wieder an!