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  • Do., 28. Mai 2015, 17:14 Uhr
    Logistiker "Nothegger" investiert rund sieben Millionen Euro in ihren neuen deutschen Hauptsitz im Gewerbegebiet „Auf dem Wörth“ / Gespräche mit Lekkerland

    Bobenheim-Roxheim hat dicken Fisch an Land gezogen

    Der Niederlassungsleiter von Nothegger, Rolf Stiebich (links), und Bürgermeister Michael Müller erläuterten das Investitionsvorhaben. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Bürgermeister von Bobenheim-Roxheim, Michael Müller (SPD), ist erst seit rund anderthalb Jahren im Amt, doch können sich seine Erfolge in wirtschaftlicher Hinsicht bereits jetzt sehen lassen. Jetzt konnte er einen Paukenschlag verkünden. Der österreichische Transport-Logistiker „Nothegger“ wird seinen deutschen Hauptsitz vom hessischen Viernheim nach Bobenheim-Roxheim verlagern. Im Rahmen eines Pressegesprächs am Donnerstag sagte der Niederlassungsleiter von Viernheim, Rolf Stiebich, zu den Gründen für den Umzug, dass sie seit einem Jahr nach Möglichkeiten zur Erweiterung des Betriebes suchen. Da sich in Viernheim keine Perspektive zur Vergrößerung mehr bot, habe sich nach Alternativen umgesehen und sei durch eine Empfehlung hin auf Bobenheim-Roxheim aufmerksam geworden.

    Deutscher Hauptsitz

    Den Standort Viernheim werde man aufgeben. Insgesamt wird in Bobenheim-Roxheim neben dem deutschen Hauptsitz mit Verwaltung auch eine Servicestation mit Reparaturwerkstatt und Waschhalle für Lkws entstehen. Das Kernelement wird aber ein eingeschossiges Warenmschlaglager sein. In einer späteren Ausbauphase ist angedacht, noch eine Hochlager zu bauen. Der Fuhrpark von Nothegger in Bobenheim-Roxheim soll aus 40 hochmoderne Lastwagen der Marke Mercedes bestehen. Das Grundstück in Bobenheim-Roxheim ist 1,5 Hektar groß und kostet das österreichische Unternehmen 1,3 Millionen Euro. Die Investitionen für den Bau der Gebäude und der Infrastruktur wird sich auf sechs bis sieben Millionen Euro belaufen. Die Anzahl der Beschäftigten beträgt zurzeit rund 60 Mitarbeiter, soll aber sukzessive um zehn Beschäftigte erweitert werden. Im Juni wird der Vertrag zwischen der Gemeinde und Nothegger unterzeichnet. In etwa einem Dreivierteljahr erfolgt der Umzug von Viernheim nach Bobenheim-Roxheim.

    Kombination Bahn und Lkw

    Der Hauptkunde von Nothegger in der Region ist die BASF. Dies ist auch der Grund, warum der Logistiker im Umfeld von Ludwigshafen einen Standort suchte. Das herausstechende Merkmal von Nothegger ist der kombinierte Transport der Güter auf Schiene und Lkw. So fahren die Lastwagen des österreichischen Transportunternehmens rund 90 Prozent der Waren der BASF direkt von der Produktion zum Güterbahnhof in Ludwigshafen. Dort stellt Nothegger dann ganze Güterzüge zusammen und fährt mit diesen etwa sechs mal die Woche nach Italien. Niederlassungsleiter Rolf Stiebich betonte hier die Umweltfreundlichkeit des Unternehmens.

    Gespräche mit Lekkerland

    Bürgermeister Michael Müller erklärte abschließend, dass die Gespräche mit der bereits in Bobenheim-Roxheim ansässige Firma Lekkerland über eine Vergrößerung und damit verbunden einen Umzug in das Gewerbegebiet „Auf dem Wörth“ auf Hochtieren laufen. Hier hoffe man ebenfalls auf einen positiven Abschluss. Lekkerland würde bei einem Umzug rund sechs Hektar „Auf dem Wörth“ benötigen. Damit wäre das zehn Hektar große Gewerbegebiet bis auf eine Restfläche von zwei Hektar vergeben, was wiederum bedeutet, langsam gehen Bobenheim-Roxheim die freien Areale aus.

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