Interkommunale Zusammenarbeit gewinnt in Rheinland-Pfalz zunehmend an Gewicht. „Besonders in den Bereichen Digitalisierung, Cybersicherheit, Bürgerservice aber auch beim Brand- und Katastrophenschutz kann auf diese Weise im besten Interesse der Bürgerinnen und Bürger gearbeitet werden. Die positiven Erfahrungen, die die Kommunen in den vergangenen Monaten gemeinsam sammeln konnten, unterstreichen den großen Mehrwert, den eine enge Kooperation auf dieser Ebene mit sich bringt”, so Staatssekretärin Simone Schneider bei einer Tagung in Mainz.
Nachdem die Landesregierung gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden im vergangenen Jahr den Ausbau der „Interkommunalen Zusammenarbeit” (IKZ) beschlossen hat, sind bisher 19 Förderanträge von Kooperationsverbünden eingereicht und positiv beschieden worden. Die Fördersumme beträgt insgesamt knapp sieben Millionen Euro.
In Mainz erhielt nun auch der Kooperationsverbund bestehend aus der Gemeinde Bobenheim-Roxheim, der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim sowie der Stadtverwaltung Frankenthal (Pfalz) einen Förderbescheid im Höhe von 210.000 Euro zugunsten der Einsatzstellenhygiene.
Feuerwehrleute haben im Vergleich zum Durchschnittsbürger ein erhöhtes Krebsrisiko, sodass Hygiene- und Kontaminationsschutzmaßnahmen gegen das Verschleppen von Schadstoffen nach Einsätzen über die sogenannte Einsatzstellenhygiene gesundheitlich relevant sind.
Um diesem Risiko zu begegnen, möchten die drei Kooperationspartner gemeinsam einen Wechsellader mit Abrollcontainer anschaffen. Der Container ermöglicht es, sich nach einem Einsatz direkt vor Ort mit Wasser, Seife und Desinfektionsmitteln zu reinigen und kontaminierte Schutzausrüstung gegen saubere Kleidung zu tauschen.
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