MUSIKPROJEKT: Kinder der Spiel- und Lernstube „Die Nordlichter“ lernten spielerisch Selbstvertrauen aufzubauen und Barrieren zu überwinden
„Brücken bauen: Wenn Lieder meine Sprache wären“
Die Kinder der Spiel- und Lernstube „Die Nordlichter“ lernten spielerisch Selbstvertrauen aufzubauen. Foto: Marcel Offermann
Mit Musik und Einfühlvermögen das Selbstvertrauen der Mädchen und Jungen der Spiel- und Lernstube „Die Nordlichter“ zu stärken und vorhandene Barrieren zu überwinden, war Ziel des Projekts „Brücken bauen: Wenn Lieder meine Sprache wären“. In einem einwöchigen Workshop während der Herbstferien erhielten acht für das Angebot angemeldete „Nordlicht“-Kinder eine Einführung ins Musizieren mit der eigenen Stimme und mit dem eigenen Körper. Mit sehr viel Geduld und Erfahrung gelang es dem musikalischen Leiter Abbas Mashayekh, die Begeisterung der „kleinen Musiker“ anzuregen. Die Kinder bewiesen dabei Ausdauer, Aufgeschlossenheit für Neues und zeigten große Freude bei der Umsetzung. Ebenso das Team der Spiel- und Lernstube, welches leise immer mit einstimmte und die Kinder unterstützte, wenn dies notwendig war.
In sozialer Kompetenz gestärkt
Im Wormser Nordend leben Familien unterschiedlicher Nationalitäten unter schwierigen Lebensbedingungen. Der Alltag und das Zusammenleben sind geprägt von Sprachbarrieren, aber auch kulturellen und sozialen Unterschieden. Umso wichtiger ist es daher, gerade den Jüngeren Unterstützung und Bildung zuteilwerden zu lassen. Im Workshop lernten die Mädchen und Jungen, sprachliche Defizite abzubauen und wurden in ihrer sozialen Kompetenz gestärkt. „Die Erkenntnis, dass Musik einen überaus positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder hat, bestärkt uns darin, diese im Rahmen pädagogischer Angebote gewinnbringend einzusetzen“, verdeutlicht Manuela Shank vom Sozialraumdienst der Stadt im Wormser Nordend, die das Projekt in Kooperation mit der Spiel- und Lernstube initiiert hat. „Die Kinder kamen jeden Tag, waren motiviert, hatten Spaß und konnten am Ende der vier Tage die Texte der Kinderlieder auswendig. Das ist eine beachtliche Leistung. Mit viel Stolz durften die Kinder das Erlernte dann ihren Familien während eines Eltern-Cafés anschließend vorführen“, berichtet Birgit Hadj-Chaib von der Spiel- und Lernstube.
Das Projekt wird ab dem 27. Oktober einmal in der Woche (immer mittwochs) fortgeführt, um allen 18 Kindern der Spiel- und Lernstube diesen Workshop zu ermöglichen und das positive eigene Erleben voranzubringen. Finanziell unterstützt wird das Projekt „Brücken bauen: Wenn Lieder meine Sprache wären“ durch die Landesregierung über Fördermittel zur Prävention nach dem Landeskinderschutzgesetz.