Täglich rollen 500 Lastwagen durch Worms / Lkw-Durchgangsverkehr unterbinden
Brummis aus dem Stadtbild verbannen
Täglich fahren rund 500 Lastwagen durch Worms und belasten die Infrastruktur. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangenen Donnerstag kündigte Oberbürgermeister Michael Kissel an, dass es vielleicht schon ab Herbst 2014 ein Verbot für den Lkw-Durchgangsverkehr in Worms geben werde. Im besondern Fokus stünden dabei die vielen Zuckerrübentransporter, da diese die Hackfrüchte aus Hessen in die Zuckerfabrik nach Offstein transportierten und sich dabei durch Worms quälten, anstatt weiträumige Umgehungsstraßen zu benutzen. Dies sei ein großes Ärgernis für viele Bürger.
Eine Umfahrung der Nibelungenstadt würde für die Lkws weitere Strecken, also mehr Sprit bedeuten, so der Oberbürgermeister, und so wählten die Fernfahrer bzw. die Spediteure den kürzeren Weg durch Worms.
Der Wormser Stadtchef rechnete vor, dass zurzeit täglich etwa 500 Lkws durch Worms fahren. Dies wolle man unterbinden, in dem gewisse Trassen, etwa die Cornelius-Heyl-Straße, für Lastwagen gesperrt werden. Schon im Herbst 2014 könne das Verbot greifen. Ausgenommen sei davon natürlich der Anlieferverkehr, also die Brummis, die Waren für Geschäfte und Bürger in Worms bringen.
Das Verbot für den Lkw-Durchgangsverkehr solle so lange gelten, bis die B 47 neu, also die Südumgehung um Worms herum als Teil des Äußeren Rings fertiggestellt ist. Nach dem Bau der B47 neu könnten die Lkws dann diese Umgehungsstraße von der Reinbrücke aus nehmen.