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  • Fr., 09. September 2022, 14:17 Uhr
    WORMS: Betroffene Frauen starten am 30. September Lucia-Aktion und zünden Kerzen an

    Brustkrebsmonat Oktober

    Tagtäglich sterben in Deutschland 51 Frauen an Brustkrebs. Um ihrer zu gedenken, zünden Mitglieder der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) in vielen Städten und Kommunen vor Kirchen oder auf öffentlichen Plätzen 51 Kerzen an – so auch in Worms amFreitag, dem 30. September, um 14 Uhr in der Kirche der Evangelischen Versöhnungsgemeinde, Stiftstraße, Worms-Neuhausen.

    Mit dieser Aktion, die nach der Heiligen Lucia, der Lichtträgerin aus Syrakus, benannt ist und jedes Jahr den weltweiten Aktionsmonat gegen Brustkrebs „einleuchtet“, will die größte deutsche Krebs-Selbsthilfeorganisation auch ein Licht auf den schwierigen Weg werfen, den an Brustkrebs erkrankte Frauen gehen müssen.

    „In der Behandlung von Brustkrebspatientinnen hat sich im vergangenen Jahrzehnt sehr viel getan“, erklärt Susanne Sattler, Leiterin der FSH-Gruppe Worms. „Daher geht es heute nicht mehr nur ums Überleben, sondern wesentlich auch um ein gutes Leben mit der Diagnose.“ Und da, so Frau Sattler, sei noch viel Luft nach oben. Es sei zum Beispiel wichtig, dass die Erkrankten möglichst konstante Ansprechpartnerinnen und -partner während der gesamten Behandlungskette haben. Und sie sollten sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus die Versorgung nicht selbst organisieren müssen, wie es häufig noch der Fall ist.

    „Viele Frauen mit Brustkrebs brauchen zudem mehr Unterstützung, als es das medizinisch-therapeutische System bieten kann“, erläutert Frau Sattler weiter. „Die Erkrankung stellt eine große emotionale Belastung für die Betroffenen und auch ihr Umfeld dar. In dieser Situation fangen wir die Frauen auf, informieren und begleiten sie.“ Die FSH stelle dazu viele bedürfnisorientierte Angebote bereit. Neben den Gruppentreffen vor Ort sind dies eine Telefonberatung, ein Internetforum für den Betroffenenaustausch, Online-Selbsthilfetreffen und vieles mehr. Von diesen Angeboten müssten die Betroffenen aber auch erfahren. Daher wünscht sich Frau Sattler eine stärkere Einbindung der Selbsthilfe in den Krankenhäusern und bei den niedergelassenen Ärzten.

    Wer die Gruppe Worms einmal kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Freitag im Monat um 14 Uhr und jeden dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr in den Räumen der AWO Worms, Gerd-Lauber-Haus, Brucknerstraße 3. Die Gruppentreffen werden im Nibelungenkurier immer angekündigt. Die Treffen können völlig unverbindlich besucht werden und sind kostenfrei. Ansprechpartnerinnen sind: Susanne Sattler (Telefon 06241/55584; s.sattler-fsh@gmx.de) oder Beate Linkenbach-Hautz (Telefon: 06244/3149997; beatehautz@gmx.de).

    Über die FSH – Frauenselbsthilfe Krebs

    Die Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen, über ein moderiertes Forum im Internet, eine Telefonberatung sowie bedürfnisorientierte Angebote z. B. für an metastasiertem Krebs erkrankte Frauen sowie Männer mit Brustkrebs. Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind, und auch deren Angehörigen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen.

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