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  • Di., 18. Februar 2020, 12:22 Uhr
    CASTOR-Transportgenehmigung nach Biblis erteilt / Protestgruppe kritisiert Atompolitik

    Bündnis CASTOR-stoppen kündigt Proteste an

    Am vergangenen Freitag hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Transportgenehmigung für  sechs CASTOREN mit hochradioaktivem Atommüll vom Nuklearkomplex Sellafield in Nordwestengland nach Biblis erteilt. Auch in den Folgejahren sollen weitere CASTOR-Transporte – wenn auch nach Philippsburg, Isar und Brokdorf folgen.


    Das neu gegründete Bündnis CASTOR-stoppen, bestehend aus verschiedenen bundesweiten Anti-AKW und Klima-Gruppen, lehnt diese Atommüll-Verschiebungen ab. Das Bündnis ruft zum Protest auf und bemängelt das Fehlen eines vertretbaren Konzeptes für den langfristigen Umgang mit hochradioaktivem Atommüll. Die seit 2005 neu geschaffenen Zwischenlager werden nach Angaben des Bündnisses zu unsicheren Langzeitlagern, weit über die genehmigten 40 Jahre hinaus.


    Protest ist angesagt


    Bereits ab dem 1. März kann der Transport stattfinden. Das Bündnis erwartet, dass im März, spätestens im April der gefährliche Transport in Sellafield startet. Per Schiff legt das Gefahrengut an einem deutschen Hafen an, um als „Geheimtransport“ vom Norden kommend quer durch die Bundesrepublik nach Biblis in Hessen rollen soll.


    Das Bündnis CASTOR-stoppen ruft dazu auf, am Schienen-Transporttag zum Protest an die Strecke zu kommen. Es wird am Bahnhof Biblis und an weiteren Orten der Transportstrecke Mahnwachen geben. Am Atomkraftwerk findet ebenfalls eine Mahnwache mit einer Kundgebung statt.


    Kritik an verzagter Energiewende


    Die dezentrale, regenerative Energiewende wird laut Pressemitteilung des Bündnisses mit neuen Vorschriften wie Ausschreibungszwang für jedes Windrad und jährliche Zubau-Korridore ausgebremst.


    Obwohl Atomenergie dem Bündnis zufolge nach kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe darstellt, sei die Diskussion zu Laufzeitverlängerungen gestartet. Das Atomprogramm nicht beendet. Trotz des Fehlens eines sicheren Endlagers und entgegen der Lehren aus Fukushima sind neun Jahre nach der Katastrophe in Japan immer noch sechs Atomkraftwerke in der Bundesrepublik in Betrieb. 


    Weitere Infos online unter https://castor-stoppen.de/

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