Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Bürgerbeteiligung beim Schleckergelände erwünscht
Fr., 24. April 2015, 00:33 Uhr
Der Start ins Städtebauprogramm in Osthofen erfolgt mit Fragebogenaktion, Bürgerworkshops und einem großen Mitmachtag am 9. Mai vor dem Rathaus
Bürgerbeteiligung beim Schleckergelände erwünscht
Auftakt zur Bürgerbeteiligung. Von links: Thilo Gruber, Thomas Goller, Christian Scheuermann und Ingrid Schwarz. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Seit die Stadt Osthofen mit der Entwicklung ihres Ortskern in das Städtebauförderprogramm von Land und Bund aufgenommen wurde, laufen die Überlegungen auf Hochtouren, wie dies konkret ausgestaltet werden soll. Klar war allen Beteiligten, dass dies mit großer und aktiver Bürgerbeteiligung geschehen soll. Am Donnerstagnachmittag gab Bürgermeister Thomas Goller auf einer Pressekonferenz Details bekannt. Außerdem anwesend waren bei dem Mediengespräch Thilo Gruber von der Aufsichtsbehörde ADD in Neustadt, Christian Scheuermann von der Verbandsgemeinde Wonnegau und Ingrid Schwarz vom Planungsbüro WSW aus Kaiserslautern.
6 Millionen Euro für 15 Jahre
Diplom-Ingenieurin Ingrid Schwarz erläuterte zunächst das Prozedere der Städtebausanierung in Osthofen, die auf ein Zeitfenster von rund 15 Jahren angelegt ist. Insgesamt geht es dabei um ein Volumen von etwa 6, 1 Millionen Euro. Das Land und der Bund übernehmen davon rund 75 Prozent, der Rest muss von der Kommune aufgebracht werden. Die genaue geografische Grenze des Gebietes müsse noch abgesteckt werden, so Ingrid Schwarz. Dies werde im Laufe bzw. am Ende des Bürgerbeteiligungsprozesses erfolgen. Es handele sich aber aber grob um den historischen Ortskern von Osthofen. Ausdrücklichen eingeschlossen ist sowohl das Schlecker- wie auch das Schillgelände. Das Städtebauprogramm unterstütze sowohl öffentliche Sanierungsvorhaben wie auch welche an Privathäusern. Wobei stets ein öffentliches Interesse vorliegen müsse. Neben Fördermitteln winken auch steuerliche Vergünstigungen. Gerade für Privatpersonen, die sich informieren möchten, geben Christian Scheuermann von der Verbandsgemeinde (Tel.: 06244 / 5908 60) und Ingrid Schwarz vom Planungsbüro WSW aus Kaiserslautern (Tel.: 0631 / 3423113) gerne Auskunft.
Fragebögen
Den Auftakt der Bürgerbeteiligung macht eine Fragebogenaktion, bei der rund 600 Briefe an die Bewohner des alten Ortskerns von Osthofen verschickt werden. Die Fragebögen müssten schon in den nächsten Tagen in den Briefkästen sein. Sie gehen dabei sowohl an Mieter wie Hauseigentümer. Ziel dabei ist es, mehr Informationen über die Wünsche der Bürger, aber auch über den Zustand der Bausubstanz zu erfahren. Parallel dazu finden auch Ortsbegehungen statt. Niemand sollte sic also wundern, wenn er in den nächsten Wochen Männer und Frauen mit Fotoapparaten in Osthofen sieht, die sich Notizen machen und „knipsen.“
Schleckergelände
Am 9. Mai von 14 bis 16 Uhr findet auf dem Schleckergelände vor dem Rathaus der bundesweit durchgeführte „Tag der Städtebauförderung“ statt. Hierbei gibt es Informationen zur Städtebauförderung aber es werden auch die drei Varianten vorgestellt, wie das Schleckergelände einmal aussehen könnte. Für Spannung ist also gesorgt. Ab 16 Uhr besteht zudem die Möglichkeit mit dem „Nibelungenbähnchen eine 40-minütige Fahrt durch Osthofen zu machen. Die Tour wird dreimal durchgeführt und es gibt während er Fahrt zahlreiche Informationen.
Workshops
Am 11. Juni findet dann der offizielle Auftakt zur Bürgerbeteiligung ab 19 Uhr im „Schwanen“ mit einer Veranstaltung statt. Es folgen Bürgerworkshops vom 15. - 19. Juni und vom 22. - 26. Juni 2015. Der Abschluss der Bürgerbeteiligungskampagne ist für den 15. Juli geplant. Danach kommen die Ergebnisse in den Bauausschuss und in den Stadtrat, sodass ein Beschluss vorliegt und im September 2015 mit den konkreten Planungsarbeiten bzw. der Umsetzung begonnen werden kann.