NEUHAUSEN: Landesprogramm „Stadtdörfer“ als Chance für Aktionen und Maßnahmen
Bürgerideen gesucht
In der Grünen Schiene lagen zwei weitere erwünschte Bänke entlang der Pfrimm außerhalb des geförderten Projektgebietes und wurden abgelehnt . Über das Programm Stadtdörfer könnten sie laut Ortsvorsteher Uwe Merz als eine mögliche Maßnahme realisiert werden. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT Einstimmig hat der Ortsbeirat Worms-Neuhausen am Mittwoch die Teilnahme am Modellvorhaben „Stadtdörfer“ des Landes Rheinland-Pfalz beschlossen. Ziel ist es, vorhandene Stärken und Schwächen von Neuhausen gemeinsam mit den dort lebenden Menschen herauszuarbeiten sowie passgenaue Leitlinien, Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen zu entwickeln.
„Aus einer Fülle von Ideen kann Neuhausen dann Maßnahmen umsetzen und verbleibende Ideen für die Zukunft im Hinterkopf behalten“, erläuterte Joachim Kramer als Bereichsleiter Stadtentwickler im Beisein des Ortsvorstehers Uwe Merz die Chancen des Projektes. Dabei gliedere sich das auf rund zwei Jahre ausgelegte Projekt in drei Phasen. Zuerst gelte es, Bürgerinnen und Bürger über eine Umfrage, eine Auftaktveranstaltung sowie Arbeitsgruppen einzubinden.
Bevor Ideen schlussendlich umgesetzt werden könnten, müssten speziell die chancenreichsten ausgearbeitet und über den Ortsbeirat in dessen Stadtdorf-Konzept beschlossen werden. Die Stadt werde dann das Konzept an das Land weiterleiten.
Stadtdorf-Budget Wenn das Land daraufhin einen Rahmenförderbescheid bewilligt, wird ein zusätzliches „Stadtdorf-Budget“ in Höhe von 5.000 Euro für die zeitnahe Umsetzung bürgerschaftlicher und ehrenamtlicher Initiativen, die im Rahmen des Prozesses entwickelt werden, bereitgestellt. Größere Maßnahmen können mit Hilfe verschiedener Förderprogramme Schritt für Schritt in den Folgejahren umgesetzt werden.
„Uns fehlte bislang die Brücke zwischen tollen Ideen und Fördertöpfen“, begrüßte Marcus G. Fähndrich im Namen der CDU das Projekt „Stadtdörfer“. Neuhausen könne nur gewinnen, kommentierte Leon Giegerich für die SPD das Modellvorhaben. Christoph Hartmann erinnerte an Ideen aus der Grünen Schiene, welche jetzt eventuell wieder aufgegriffen werden könnten.
Kümmerer gesucht Für Joachim Kramer ist es grundlegend, dass sich die Bürgerinnen und Bürger einbringen. Eine wichtige Aufgabe für einen vom Ortsbeirat zu benennenden Kümmerer oder eine Kümmerin aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürgern. Angesehen, offen und motiviert sollte er oder sie sein, beschrieb Kramer eine Idealperson, die im weiteren Verlauf auch eigens in einem Workshop geschult wird.
„Alle heute Abend sind aufgerufen, mögliche Kümmerer zu nennen“, richtete sich Ortsvorsteher Uwe Merz an Ortsbeirat und Gäste. Interessierte Personen, warb Leon Giegerich abschließend, könnten sich hierzu an Ortsbeiratsmitglieder oder die Ortsverwaltung wenden.