MdL Anklam-Trapp informiert sich bei Wormser Polizeidirektion über die aktuelle Personalsituation
Bürgernahe Polizei für die Region erhalten
(von links) Erster Polizeihauptkommissar Klaus Weinmann (Pressestelle der Polizeidirektion), SPD-Geschäftsführer Leon Giegerich, SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp, Kriminaldirektor Gerald Gouasé (Leiter der Polizeidirektion), Polizeioberrat Ulrich Koch (Leiter der Polizeiinspektion), Kriminaloberrat Werner Schamberger (Leiter der Kriminalinspektion).
„Für eine sichere Gesellschaft ist eine bürgernahe, leistungsfähige und gut ausgebildete Polizei unabdingbar“, unterstrich die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp bei ihrem Besuch der Worms Polizeidirektion. Im Gespräch mit Kriminaldirektor Gerald Gouasé, Kriminaloberrat Werner Schamberger, Polizeioberrat Ulrich Koch und Hauptkommissar Klaus Weinmann, informierte sich die Parlamentarierin über die Personalsituation in der Wormser Polizeidirektion, die neben der Nibelungenstadt auch Osthofen und Alzey sowie die Verbandsgemeinden Eich, Monsheim, Alzey-Land, Westhofen, Wörrstadt, Wöllstein zu ihrem Einzugsbereich zählt.
„Einsätze in Worms und der Region werden von der Planung bis zur Nachbereitung professionell gemanagt und verlaufen deshalb sehr gut“, bestätigte der Leiter der Wormser Polizeidirektion Gerald Gouasé. Angesichts eines Dienstgebietes von über 980 Quadratkilometern Fläche, spiele die Einteilung des verfügbaren Personals eine ausschlaggebende Rolle. In diesem Zusammenhang verwies Gouasé auf die starke Bindung durch Großereignisse, wie Fußballspiele mit Risikofaktor oder den Transport von Windkraftanlagen, wodurch insbesondere die Belastung der Polizeibeamten im Wechselschichtdienst spürbar zugenommen habe. Auch die Herausforderungen an die Kriminalisten seien deutlich gewachsen, da die Ermittlungen heute komplizierter und häufig technisch aufwändiger seien als früher.
Zunahme an Widerstandsdelikten
Zudem verzeichne man seit geraumer Zeit eine steigende Gewaltbereitschaft gegen Beamte im Dienst. Während in fast allen Fällen Alkohol im Spiel sei, variiere das Ausmaß der Gewalt, von Beleidigungen bis hin zu körperlichen Übergriffen mit Bissen und Tritten. „Wenn man Opfer eines Widerstandsdeliktes wird, fragt man sich unweigerlich, warum man sich das gefallen lassen muss“, erklärte Polizeioberrat Ulrich Koch. Zwar hätten alle Mitarbeiter eine deeskalierende Ausbildung durchlaufen, insbesondere für den Nachwuchs seien solche Vorfälle jedoch meist nicht leicht zu verdauen.
„Glücklicherweise ist es uns in den zurückliegenden Jahren gelungen, genug Nachwuchskräfte zu gewinnen und damit den Personalstand mit einem Frauenanteil von insgesamt rund 30 Prozent zu sichern“ resümierte Gouasé. Trotz finanzieller Sparzwänge wolle man auch in Zukunft den angehenden Polizeibeamten eine bestmögliche Ausbildung anbieten und gleichzeitig den Berufszweig für Menschen mit Migrationshintergrund weiter öffnen. Neben dem Fachhochschulstudium könnten sich Interessenten heute auch über vorbereitende Bildungsgänge an den Berufsschulen für den Polizeidienst qualifizieren und den Eignungstest ablegen.