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  • Fr., 14. Februar 2020, 08:46 Uhr
    Bündnis 90/ Grüne: 365-Euro-Jahresticket soll Nutzung des ÖPNV attraktiv machen

    "Bürgerticket muss kommen"

    Wie das Bündnis 90/Grüne in einer Stellungnahme zum Sachstand Jahresticket ÖPNV in Worms erläutert, sei der Grüne Antrag in den Mobilitätsausschuss verlegt  und der SPD-Antrag gar nicht erst richtig geprüft worden: Beidesmal ging es um das 365-Euro-Jahresticket. "Namhafte Verkehrsexperten, darunter Prof. Monheim (Vortrag in Worms 6.2.) stellen klar: ÖPNV funktioniert erst richtig mit einer Flatrate, allein, um Automatenhürde und Tarifdschungel (und damit "Schwarzfahrerangst") aus dem Weg zu räumen. Anzustreben ist ein Bürgerticket, bei dem die Stadt als Groß- und Zwischenhändler fungieren kann, und Kombitickets", betont Katharina Schmitt, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Grüne im Wormser Stadtrat,

    Gerechter ÖPNV für alle
    "An der Sinnhaftigkeit zweifelt fast niemand mehr, und entgegen anderslautender Gerüchte haben Modellprojekte Rekordzahlen erreicht, bewegen viele Menschen zum Umsteigen und schaffen so Grundlagen für einen gerechteren und nachhaltigeren Verkehr", erklärt Katharina Schmitt.
    Nur wie bezahlen im Lande der freiwilligen Leistungen? Die Frage sei schon skandalös, denn alles, was dem MIV diene, würde schließlich auch bezahlt. "Gerechter ÖPNV für alle muss Pflichtaufgabe werden- das ist Landessache", so Schmitt. Darüber hinaus fördere der Bund im Rahmen des Klimapakets nachhaltige Mobilität auf mehreren Rechtsgrundlagen. Dazu gehören u.a. die Errichtung von Mobilitätsplattformen sowie deren Verknüpfung, die Entwicklung von On-Demand-Diensten (etwa digitalisierter Rufbus) und die Einführung von attraktiven Jahrestickets bzw. Job-Tickets. Aufgrund der Förderhöhe sind Genehmigungsverfahren auf EU-Ebene nötig, dies gebe Zeit bis Mitte des Jahres, um Konzepte vorzulegen.
    "Das heißt, man muss dringend damit anfangen (wie es RMV, Stadt Wiesbaden, Stadt Ludwigshafen und unzählige andere schon getan haben). Der Mobilitätsaussschuss tagt am 19. März wieder, bis dahin müssen endlich Vorschläge der Verwaltung vorliegen, wie sich die Stadt in Abstimmung mit Nachbarkommunen und Verkehrsverbund auf diesen Weg machen kann", fordert die Stellevrtretende Fraktionsvorsitzende der Wormser Grünen.

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