UMWELTAKTION: Zehn BUND-Mitglieder und zwei spontane Helfer sammelten insgesamt 21 Säcke Müll
BUND fischt Müll aus der Pfrimm
In zwei Gruppen sammelten BUND-Mitglieder als Bachpaten eines Teilstückes der Pfrimm den Müll auf.
Die BUND-Kreisgruppe Worms ist seit vielen Jahren Bachpatin für die Pfrimm. Ihr Patenbereich reicht von der Autobahnbrücke Pfeddersheim bis zum Ochsenklavier in Pfiffligheim. Bachpaten sind regelmäßig vor Ort, beobachten die Pflanzen- und Tierwelt und achten auf die Sauberkeit im und am Gewässer.
„Leider gibt es immer noch Menschen, die ihren Abfall in die Pfrimm werfen oder am Ufer hinterlassen. Dieser Abfall bereitet große Probleme für Tiere und Pflanzen in der Pfrimm und später im Rhein“, weiß Hubert Schreiner, der gemeinsam mit seiner Frau Regine Luther-Schreiner bei der Kreisgruppe für die Bachpatenschaft verantwortlich ist.
Um diese negativen Folgen abzuwenden, reinigt der BUND jedes Jahr mindesten einmal das Bachbett und die Uferzone. So auch am vergangenen Samstag. Dabei machten sich zehn Mitglieder der BUND-Kreisgruppe nützlich. Zwei Teams gingen in Wathosen durch das Bachbett und entfernten den Müll im Fluss, am Ufer begleitet von Helfern, die schwere Gegenstände aus dem Bachbett entgegennahmen.
Zwei Jugendliche halfen spontan mit
Weitere Helfer reinigten die Uferbereiche. Spontan zeigten zwei vorbeikommende Jugendliche Interesse und halfen mit. Ein Helfer sammelte umweltfreundlich mit dem Fahrradanhänger den Müll und brachte ihn zum Sammelpunkt an der Pfeddersheimer Autobahnbrücke. Er legte dabei 30 km zurück! Der ebwo stellte die Abfallsäcke bereit und entsorgte anschließend den gesammelten Müll.
Die traurige Bilanz nach fünf Stunden Arbeit: Fahrradreifen, Metallpfosten, -rohre, und -geländer, einen Blumenbalkonkasten, viele Glasflaschen, jede Menge Plastik und viele Feuchttücher und Slipeinlagen aus Gewebe, das sich nur sehr langsam abbaut und auf keinen Fall in den Fluss gehört.
Geringeres Müllaufkommen im Vergleich zu Vorjahren
In Summe kamen 21 Müllsäcke zusammen. Im Anschluss gab es noch ein zünftiges Picknick in einem anliegenden Schrebergarte. „Die gute Nachricht ist, dass das Müllaufkommen geringer war als in den vergangenen Jahren. Dennoch appellieren wir an die Menschen, die den Pfrimm-Uferweg benutzen oder an der Pfrimm wohnen, keinen Abfall zu hinterlassen. Die Lebewesen in und an der Pfrimm freuen sich darüber“, ist sich Regine Luther-Schreiner sicher.
In Summe kamen 21 Müllsäcke im Laufe des Arbeitseinsatzes zusammen.