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  • Fr., 20. Januar 2023, 14:46 Uhr
    WELTKULTURERBE: Urkunde des UNESCO-Weltkulturerbe wird am 1. Februar in Mainz ausgehändigt

    Bundespräsident besucht unsere SchUM-Stadt

    Frank-Walter Steinmeier. Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler


    Am 27. Juli 2021 hat das Komitee der UNESCO die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz als 50. Welterbestätte und als erste Welterbestätte in Deutschland zum jüdischen Erbe überhaupt in die Welterbeliste aufgenommen.

    Die drei eng miteinander verbundenen jüdischen Gemeinden beeinflussten im Mittelalter maßgeblich die Kultur, die liturgische Dichtung und das religiöse Recht des Judentums in Mittel- und Osteuropa. An keinem anderen Ort gibt es ein vergleichbares Spektrum jüdischer Gemeindebauten und Friedhöfe, die einzigartige und außergewöhnliche Zeugnisse einer eigenständigen europäisch-jüdischen Kulturtradition sind. Mit der Anerkennung als Welterbe findet der gemeinsame Weg der Landesregierung mit vielen Partnern einen erfolgreichen Abschluss.

    Stippvisite in Worms

    Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat zur Übergabe der Welterbe-Urkunde bei einer Feierstunde am Mittwoch, dem 1. Februar, eingeladen. Vor der feierlichen Übergabe besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Begleitung von Innenminister Michael Ebling den jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“, einen der ältesten jüdischen Friedhöfe Europas, und den Synagogenbezirk in Worms. Der Besuch des Bundespräsidenten in Worms beginnt um 11 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof, wird auf dem Synagogenplatz fortgesetzt und endet mit dem anschließenden Eintrag das Goldene Buch der Stadt Worms im Raschi-Haus.

    Offizielle Feierstunde in Mainz

    Anschließend hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer zur Feierstunde anlässlich der Übergabe der UNESCO-Welterbeurkunde eingeladen. Sie findet statt von 14 bis 15 Uhr in der Neuen Synagoge in Mainz. Hier wird die Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, die Urkunde persönlich in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichen, was die herausragende Bedeutung der SchUM-Stätten unterstreicht.

    Ansprachen halten Audrey Azoulay, Frank-Walter Steinmeier und Malu Dreyer. Ferner hält die Vorsitzende des Vereins SchUM-Städte e.V., die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, ein Grußwort. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Mainz/Worms Anna Kischner begrüßt die Gäste. Rabbiner Aharon Ran Vernikoysky spricht am Ende der Feierstunde.

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