Fr., 02. Dezember 2022, 10:27 Uhr
OSTHOFEN: Antisemitismus-Strategie der Bundesregierung nennt Gedenkstätte KZ Osthofen als „Best Practice“-Beispiel
Bundesregierung würdigt Engagement der Landeszentrale für politische Bildung
Die digitalen Rundgänge der Gedenkstätte KZ Osthofen, u.a. auch zu jüdischen Häftlingen, sowie die Gründung der gemeinsamen Forschungs- und Dokumentationsstelle „SEAL/Strukturen und Erinnerung. Angewandte Geschichtswissenschaft und digitale Lehre“ durch die Universität Trier und die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) wurden von der Bundesregierung in ihre „Nationale Strategie gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben“ (NASAS) als „Best Practice“-Beispiele aufgenommen.
Die Strategie hat zum Ziel, Jüdinnen und Juden in Deutschland zu stärken und ihre Lebensrealitäten sichtbarer zu machen. Sie soll dazu beitragen, jüdische Gegenwart und Geschichte in ihrer Vielfalt und Vielschichtigkeit zu zeigen und zu vermitteln. Sie versteht Antisemitismus als Problem der gesamten Gesellschaft und soll dazu befähigen, ihn auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen zu verhindern und zu bekämpfen.
Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale: „Dass unser langjähriges Engagement für jüdisches Leben in Deutschland und gegen Antisemitismus durch die Aufnahme in die Liste der ‚Best Practice‘-Beispiele gewürdigt wird, freut uns sehr!“
Auch Martina Ruppert-Kelly, Leiterin des pädagogischen Dienstes der Gedenkstätte KZ Osthofen freut sich über die Anerkennung der geleisteten Arbeit: „Unsere digitalen Rundgänge wurden vom gesamten pädagogischen Team entwickelt, das immer wieder gerne neue und innovative Wege beschreitet.“
Den Bericht „Nationale Strategie gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben“ (NASAS) der Bundesregierung ist unter dem Link www.antisemitismusbeauftragter.de/SharedDocs/downloads/Webs/BAS/DE/nasas.pdf downloadbar. Die Gedenkstätte finden Sie darin auf Seite 21, die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz auf Seite 36.