Erstes Inklusionsfest am 4. Mai von 10 bis 16 Uhr auf dem Wormser Obermarkt soll eine vielfältige Veranstaltung mit buntem Programm und viel Spaß werden
„Bunt und vielfältig für alle“
„Worms – aktiv und inklusiv“: Wolfgang Schall, Sabine Steffens und Waldemar Herder (von links) informieren über das Erste Inklusionsfest in Worms. Foto: Ina Pohl
VON INA POHL | „Worms – aktiv und inklusiv“: unter diesem Motto findet am Samstag, dem 4. Mai, von 10 bis 16 Uhr, das erste Inklusionsfest auf dem Obermarkt statt. Veranstalter des Festes ist der Behindertenbeirat der Stadt Worms mit dem Vorsitzenden Wolfgang Schall. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Michael Kissel.
Am Montag luden der Vorsitzende des Behindertenbeirats Wolfgang Schall, Sozialdezernent Waldemar Herder und Sabine Steffens, Leiterin der Fachstelle für Senioren und Inklusion, zu einem Pressegespräch in die Hochschule Worms ein.
Wichtiges Thema
„Inklusion ist ein wichtiges Thema“, beginnt Herder. „Das Thema ist zwar in Worms angekommen, muss aber noch tiefer in das Gedächtnis der Wormser verankert werden“. Der Behindertenbeirat befindet sich nun in seinem vierten Jahr und gibt damit behinderten Menschen eine Stimme. Dafür sorgt vor allem Wolfgang Schall, der alle 14 Tage montags eine Sprechstunde abhält. Gemeinsam wurde im Vorfeld der Wormser Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erarbeitet.
Dieser Plan beschreibt auf 50 Seiten, wie Inklusion in Worms in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Bildung und Partizipation nachhaltig umgesetzt werden soll. Ein Ziel des Aktionsplanes lautet: Wormser Bürger wissen, was Inklusion ist.
Ziel in Tat umsetzten
Um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, hatte Wolfang Schall im vergangenem Jahr die Idee ein Inklusionsfest zu veranstalten. Dieses Fest soll nun im Rahmen des Aktionstages der „Aktion Mensch“ mit dem Motto „Mission – Inklusion Die Zukunft beginnt mit dir“ stattfinden. „Das Fest wurde von vielen Betroffenen gewünscht“, erzählt Schall. Er sei allerdings überrascht darüber, wie groß die Resonanz der verschiedenen Verbände und den Sponsoren ist. „Wir wollen ein buntes Fest veranstalten, das nicht nur durch Infostände geprägt ist“, erklärt Schall. So sollen Gäste auch am eigenen Leib erfahren können, wie es ist mit Beeinträchtigungen zu leben. Beispielsweise sind ein Rollstuhlparcours und ein „Seniorenanzug“ geplant. Zusätzlich soll es selbstgemachte Smoothies von der Lebenshilfe geben und Künstler des Atelier Blau malen Portraits. Auch auf der Bühne wird ein buntes Programm mit Musik und Tanz geboten. Autohaus Löhr stellt behindertengerechte Autos vor und das Startup-Unternehmen „IV“ aus Worms präsentiert eine Software, mit der Laptops durch die Augen gesteuert werden können.
Das Miteinander steht im Mittelpunkt des 1. Wormser Inklusionsfestes. Foto: AdobeStock/48608989
„Inklusion ist ein Prozess“
„Inklusion ist ein Prozess“, erklärt Steffens. Diesen Prozess wolle man mit Hilfe des Inklusionsfestes voranbringen. „Wir möchten ein buntes und vielfältiges Fest für alle Betroffenen, Angehörigen und Interessierten veranstalten“, so Steffens. „Das Thema des Festes, sowie das Programm wurde demokratisch mit den Verbänden und Behinderten bestimmt. Natürlich bewerben die Verbände auch die Veranstaltung“, erklärt Schall. „Wir wollen eine gute Mischung aus Information und Spaß auf dem Fest erreichen. Vor allem aber geht es um das Miteinander.“
Weitere Veranstaltungen
Neben dem Inklusionsfest werden im Zeitraum vom 2. Mai bis zum 4. Juni weitere Veranstaltungen zum Thema des Aktionstages stattfinden, an denen sich beispielsweise die Kinder- und Jugendbücherei, oder die Hochbegabten Initiative Worms beteiligen.