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Fr., 12. Juli 2013, 16:35 Uhr
Auf dem Liberalen Sommerfest präsentierten sich die beiden Bundestagkandidaten Manuel Höferlin (FDP) und Jan Metzler (CDU) in großer Harmonie
Bürgerlicher Schulterschluss zum Wahlkampfauftakt
Strahlende Gesichter beim FDP-Sommerfest. Von links: Dr. Jürgen Neureuther, Uwe Radmacher, Daniela Schmitt (stv. FDP-Landesvorsitzende), Manuel Höferlin und Jan Metzler. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am Donnerstagabend hatte der Wormser FDP-Kreisverband zum traditionellen Sommerfest ins Weingut Sandwiese eingeladen. Rund 60 Mitglieder und Parteifreunde waren der Einladung gefolgt. Die Veranstaltung stand bereits ganz im Zeichen der Bundestagswahl am 22. September. Der Wormser FDP-Chef Dr. Jürgen Neureuther warnte denn auch vor einer rot-rot-grünen Zusammenarbeit im Bund. Er wies dabei auf Nordrhein-Westfalen, wo Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sich zunächst auch mit den Stimmen der Linken habe wählen lassen, bevor es zu Neuwahlen kam. Zum Abschluss seiner Ansprache wies er auf die große Chance hin, dass der Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim erstmals seit Gründung der Bundesrepublik nicht von den Sozialdemokraten gewonnen wird. Der Grund sei, dass Klaus Hagemann nach 16 Jahren im Bundestag nicht mehr antritt. Somit wäre es eine Art Neuwahl um das Direktmandat zwischen Jan Metzler (CDU) und Macus Held (SPD).
Passend zu diesen Ausführungen machte Dr. Jürgen Neureuther denn auch den Schulterschluss zu den Christdemokraten. Er rief seine Parteifreunde mehr oder weniger unverblümt dazu auf, mit der Erststimme den Direktkandiadten der CDU, Jan Metzler; zu wählen und hoffte im Gegenzug bei der Zweitstimme, also dem Votum für die Partei, welche aus dem Lager der Christdemokraten zu erhalten.
CDU-Kandidat als Gast
Passend zu den Aussagen des FDP-Chefs trat als Gastredner der CDU-Kandidat Jan Metzler auf. Dieser betonte die großen Gemeinsamkeiten der beiden bürgerlichen Parteien und verwies auf die großen Erfolge der Berliner Koalition in den letzten vier Jahren hin. Scharf attackierte der CDU-Politiker die Pläne der Sozialdemokraten zur Erhöhung der Steuern in neun Einzelbereichen.
Hart ging Jan Metzler auch mit den Vorstellungen von rot-grün zur Einheitsschule ins Gericht. Er forderte die Vielfalt und die Wahlmöglichkeit im Bildungsbereich.
Gründergeist stärken
"Nach 72 Tage bis zur Wahl", begann der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin markant seine Ausführungen und warb um die aktive Wahlkampftunterstützung seiner Parteifreunde. Dabei stellte er neben den den Verdiensten der Bundesregierung, besonders die brandaktuellen Themen Datenschutz und Bürgerrechte in den Fokus seiner sehr ausführlichen Rede. Von den USA und Großbritannien forderte er mit klaren Worten ein gründliche Aufklärung bezüglich der in der Presse erhobenen Spiongevorwürfe.
Als wichtige Herausforderung für die nächste Legislaturperiode nannte Manuel Höferlin die Stärkung des Gründergeistes, damit mehr junge Menschen den Weg in die Selbstständigkeit wagen.