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  • Fr., 27. März 2020, 20:10 Uhr
    RTL NINJA WARRIOR GERMANY: Der Wormser Moritz Henn hat sich für die Vorrunde der beliebten Action-Show qualifiziert

    Calisthenics contra Corona 

    Moritz Henn an seinem Arbeitsplatz bei „Your Style“, der aber derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen ist. Moritz ist aber froh, dass seine Kolleginnen und seine Chefin ihn voll unterstützen und seinem Wettkamp entgegenfiebern Foto: RTL


    VON ROBERT LEHR | Moritz Henn ist ein Modellathlet. Nicht umsonst hat sich der 26-Jährige Ende Februar für die Vorrunde der beliebten RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ qualifiziert – und das unter 13.000 Mitbewerbern!

    Der Wormser hatte u. a. aus dem Stand eine Stange in Höhe von 1,10 Meter übersprungen und seine Kraft und Geschicklichkeit beim Hangeln entlang verschiedener Griffe bewiesen. Die erfolgreich Gecasteten werden einen Hindernisparcours absolvieren müssen, an dessen Ende stolze 300.000 Euro als Siegprämie winken.

    Dreh vor Ort in Worms
    Daher war jüngst ein RTL-Team in Worms, um den 26-jährigen Wormser Friseur in seinem beruflichen Umfeld im Salon„Your Style“ von Elke Panagopoulos sowie beim täglichen Training zu filmen und vorzustellen.

    Doch alle sportliche und berufliche Souveränität schien für einen Moment verflogen, als er den Fernsehleuten Rede und Antwort stehen sollte. So habe er sein Motto „Heute werde ich den Parcours zurechtstutzen und auf den Buzzer hauen“ mehr als einmal wiederholenmüssen, bis er „in der Kiste war“, gibt Moritz als Fernsehneuling unumwunden zu.

    Wie er sich letzten Endes in der Show präsentiert, wird man in der Sendung sehen können. Allerdings gibt es aufgrund der Corona-Krise noch keine Aufzeichnungs- oder Ausstrahlungstermine. Exklusives NK-Interview Dem NK stand Moritz aber schon jetzt für ein exklusives Interview zur Verfügung. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, „dass sich bei mir privat schon immer alles um den Sport gedreht hat“.

    Schon während seiner Schulzeit in der Westend-Grundschule und der Otto-Hahn-Schule in Westhofen, die er mit der Mittleren Reife abschloss, sei er immer aktiv gewesen. 

    Die Liste der Sportarten, die er dabei ausgeübt hat, ist lang: Bei Wormatia Worms habe er bis in die A-Jugend Fußball gespielt, bei Poseidon Worms sei er geschwommen, auch Squash undsogar Rugby hat er schon ausprobiert. Parcours – eine seiner letzten Leidenschaften – habe er allerdings wegen einer angeborenen Beckenfehlstellung mit Beinlängendifferenz nicht weiterverfolgen können.

    Gelenkschonend und in der freien Natur So sei er auf der Suche nach etwas Neuem auf Calisthenics aufmerksam geworden – hier vereinen sich laut Moritz „die Übungen des klassischen Geräteturnens mit Akrobatik“. Der Sport sei sehr gelenkschonend, was die Beine angeht, da die meisten Übungen mit dem Oberkörper ausgeführt werden.

    Moritz schneidet für das Filmteam seinem Kumpel Flo die Haare…


    Zudem benötige man keine externen Gewichte oder Zubehör Zudem könne man „den Sport an der frischen Luft ausüben“. Bevor dieser jetzt wegen der Corona-Krise geschlossen wurde, war Moritz immer in Herrnsheim im Kletterpark des Bartists e.V. Hier könne man alles trainieren „was mir auch bei ,Ninja Warrior’ zu Gute kommt“. Dazu zählen laut Moritz „Körpergewichtstraining und Körperbalance, aber die auch Halte-, Griff- und Sprungkraft“.  Das trainiere man alles lediglich an Stangen oder Ringen. Auch die Slackline käme oft zum Einsatz.

    Im Moment muss Moritz allerdings sein Training ganz anders gestalten. So hat er sich auf dem heimischen Balkon eine Stange und Ringe installiert, an denen er so oft wie möglich übe. Im Durchschnitt trainiere er normalerweise an sieben Tagen die Woche, insgesamt zwischen 18 und 23 Stunden. Einmal die Woche gehe er aber auch Mountainbiken, bevorzugt im Odenwald.

    Ebenso gehörten Dehnungsübungen und Yoga zum festen Trainingsrepertoire. Ein Problem hat Moritz allerdings: „In Koblenz gibt es eine Halle, in der man gezielt die Übungen für die Show trainieren kann – aber die ist natürlic auch derzeit geschlossen!“ Aber, so der Wettkämpfer, „dieses Problem haben meine Konkurrenten auch!“

    Foto: Robert Lehr


    Gesunde Ernährung im Mittelpunkt
    „Ich esse vollwertig und keine industriell verarbeiteten Lebensmittel“, unterstreicht Moritz seinen Gesundheits- und Fitnessanspruch.

    Am liebsten sei ihm chinesisches Essen oder sogenannte „Whole Foods“. Er bezeichnet sich selbst als „Teilzeitveganer“, denn einmal die Woche gebe es bei ihm auch Fleisch.

    Auch wenn die Trainingsmöglichkeiten derzeit stark eingeschränkt sind, möchte Moritz Henn natürlich so fit wie möglich sein. Entsprechend fällt die Antwort auf die Frage nach weiteren Hobbys aus: „Auch wenn durch die berufliche Zwangspause mehr Zeit vom Tag bleibt, habe ich im Normalfall kaum noch Freizeit über den Sport hinaus“. Auch für eine Freundin sei „leider kein Platz“, so der Trainingsbeflissene mit einem leisen Bedauern. „Die nächste Zeit gilt vor allem der Vorbereitung auf den Wettkampf – wann immer der letzten Endes ist!“ Sein Beruf muss derzeit ja völlig ruhen, auch das fehlt Moritz.

    „Wollte schon immer Friseur werden“
    „Ich wollte schon immer Friseur werden“, betont er, wobei er sich eher als Herrenfriseur sieht. Zum Spaß an seiner Profession gehöre neben der Abwechslung und permanenten Herausforderung auch die Kreativität, „die ich aber am ehesten bei Männern einbringen kann – die sind offener“.

    Der NK dankt und drückt Moritz schon jetzt die Daumen. Wir wünschen ihm vor allem Gesundheit.

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