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  • Mi., 24. April 2013, 13:35 Uhr
    Metzler: „Müssen den Bürgern zeigen, dass unser Konzept das bessere ist“ / CDA-Landesvorsitzender Kessel: Betonung der Tarifautonomie

    CDU-Sozialausschüsse und Bundestagskandidat Metzler im Dialog

    CDU-Bundestagskandidat Jan Metzler hat sich bei den Sozialausschüssen der CDU, dem CDA Regionalverband Worms-Alzey, intensiv über politische Positionen beim Thema Mindestlohn ausgetauscht. „Die Sozialverbände sind ein wichtiger Teil unserer CDU“, sagte Metzler in der Gaststätte „Zum Giggel“ in Eich. Viele Themen, die für die Menschen von Bedeutung sind, werden hier entschieden. Auch CDA-Landesvorsitzender Adolf Kessel nahm an dem Gespräch teil und zeigte die CDA-Linie des Landes und des Bundes auf. Regionalverbands-Vorsitzender Rainer Fuhrmann begrüßte den aktuellen Gedankenaustausch und unterstrich die gute Zusammenarbeit.

    Jan Metzler betonte in seinen Ausführungen, dass es wichtig sei, im Dialog um Positionen zu ringen: „Ihr sagt mir, was euch wichtig ist, ich erläutere euch meine Ansichten und dann finden wir im Dialog gute Positionen“, gab er als Leitlinie aus. Metzler zeigte sich dabei als jemand, der eine klare Linie hat, aber auch offen auf seine Gesprächspartner zugehen kann. Metzler machte deutlich, dass ihm vor allem der Zusammenhalt in der Gesellschaft wichtig ist. Dies sei die Kernaufgabe einer nachhaltigen Politik, für die er eintrete.

    „Unser Jan“, der Wahlkampfslogan, der als Aufkleber auf den Tischen auslag, fand guten Anklang. „Unser Jan“ hinterließ einen nachhaltigen Eindruck, der haften blieb. Metzler ringt im Dialog um einen Interessenausgleich in der Partei – jedoch ohne allen alles zu versprechen. „Dies unterscheidet uns auch von unseren Konkurrenten“, so Adolf Kessel.

    CDA und Metzler bekennen sich - wie dies auch Linie der CDU ist - grundsätzlich zu flächendeckenden Mindestlöhnen in Deutschland, ohne dass dabei die Politik die Höhe in Folge einer gesetzlichen Regelung vorgibt. Der große Unterschied zu SPD, Grünen und den Linken ist der besondere Verweis auf die verfassungsrechtlich verbriefte Tarifautonomie. Eine Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften soll entsprechende Lohnuntergrenzen in den Bereichen aushandeln, in denen es keinen tarifvertraglich festgelegten Lohn gibt. „Wir müssen mehr Menschen zeigen, dass unser Konzept das bessere ist“, sagte Metzler und betonte hierbei die Bedeutung der Tarifautonomie.

    Wie CDA-Landesvorsitzender Adolf Kessel ausführte, geht es CDU und CDA um eine „tarifoffene, allgemein verbindliche Lohnuntergrenze". Metzler hielt es für sinnvoll, dass Tarifverträge je nach Region und Branche möglich sind, wenn sie gerechtfertigt seien. „Das macht es schließlich für Arbeitnehmer sicherer, dass nicht nach unten korrigiert wird“, sagte er. Kessel merkte an, dass es Bestreben der CDA ist, statt eines „Lohnuntergrenzenteppichs“ einen möglichst einheitlichen Mindestlohn zu bekommen. Eine Sorge bei der Bundes-CDA sei, dass wenn nach Regionen gestaffelt wird, die neuen Bundesländer in Nachteil geraten und Arbeitskräfte von dort abwandern. Einig war sich die Gruppe, dass man auch andere wichtige CDA-Themen aufgreifen will und der Dialog fortgesetzt wird.

    Jan Metzler (rechts) will im Dialog um Positionen ringen und hält den Zusammenhalt der Gesellschaft für eine Kernaufgabe nachhaltiger Politik. CDA-Landesvorsitzender Adolf Kessel (4.v.li.) zeigt im Gespräch die Linie der Sozialausschüsse der CDU auf Landes- und Bundesebene auf.


     

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