Union nominiert Kessel als OB Kandidat / Vertrauen in Politik soll gestärkt werden / Kessel: Entwicklungen nicht dem Zufall überlassen
CDU will Adolf Kessel als Oberbürgermeister für Worms
Adolf Kessel bewirbt sich um das Amt des Wormser Oberbürgermeisters.
Die CDU Worms will, dass ihr Vorsitzender Adolf Kessel Wormser Oberbürgermeister wird. Die Mitglieder des Kreispartei-Ausschusses haben Kessel einstimmig als OB-Kandidaten nominiert. Der CDU-Fraktionssprecher, Dr. Klaus Karlin, erklärte, Kessel überzeuge nicht nur durch Glaubwürdigkeit und Fähigkeit zur tiefen Moderation, sondern durch eine sorgsam-strukturierte, teamfähige und transparente Arbeitsweise. „Adolf Kessel ist ohne Allüren, politisch wie privat“, fasste Dr. Karlin zusammen. Der Vorschlag für Kessel sei im Vorstand einstimmig getroffen worden. „Uns war ein Kandidat wichtig, der in unserer Heimatstadt verwurzelt ist, gleichzeitig aber die notwendigen Einblicke und Kontakte nach Mainz hat“.
Kessel selbst betonte, er habe sehr viel Wert darauf gelegt, sich nicht in den Vordergrund zu drängen und wäre auch bereit gewesen, für eine Kandidatin oder einen anderen Kandidaten zurückzustehen: „Umso mehr weiß ich das Vertrauen, das ihr in mich setzt, zu würdigen!“. Er sage ganz klar ja zu der Kandidatur. So könne er noch mehr für Worms bewirken und sich in seiner Heimat noch viel direkter um die Menschen und ihre Lebensumstände kümmern. Die Politik müsse Vertrauen erhalten und wiedergewinnen. Dafür werde er alles geben. „Ich bin sicher, dass wir die Wähler überzeugen werden!“.
Kessel ist seit zehn Jahren Wormser Landtagsabgeordneter, seit 20 Jahren Ortsvorsteher in Rheindürkheim, ebenso lange Mitglied des Wormser Stadtrats und gehört seit fast 30 Jahren dem Rheindürkheimer Ortsbeirat an. Hinzu kommt seine Funktion als CDA-Landesvorsitzender. Seine Ämter fülle er mit viel Freude aus, versicherte der 60-jährige.
„Worms kann mehr!“
Kessel kann auf 35 Jahre im Polizei- und Kriminaldienst als Kriminalhauptkommissar zurückblicken und hat ein Verwaltungsdiplom inne. Dass sich Worms in den letzten Jahren weiter entwickelt habe, dafür stehe die CDU mit in der Verantwortung, schließlich gebe es punktuelle Zusammenarbeit im Stadtrat und Stadtvorstand. „Viele Entwicklungen folgen jedoch keiner festgelegten Strategie“, bemängelt Kessel den Führungsstil des Amtsinhabers. „Worms kann mehr!“. Es fehle an umsichtiger Planung. Zu viel bleibe dem Zufall überlassen, weshalb Worms seine Potenziale nicht ausschöpfe. Beispiele dafür nannte Kessel viele: Der Zufallsfund Hamster, der das Gewerbegebiet am Hohen Stein zunichte machte. Die herunterfallenden Decken in der Staudinger-Schule, die einen Abriss am Schulgebäude und das Aufstellen von Containern zur Folge hatte, ohne zu wissen, ob ein neues Schulgebäude errichtet oder ein vorhandenes umgebaut werden soll. Das Parkhaus Koehlstraße, das geschlossen, wieder geöffnet und dann abgerissen wurde, ohne dass Pläne für einen Neubau fertig gewesen wären. Auch Beispiele schlecht aufeinander abgestimmter Großbaustellen zählte Kessel auf und nannte Mängel bei der zielgerichteten Stadtentwicklung.
Verbindliche Prioritätenliste
Dem hielt Kessel entgegen: „Wir brauchen eine verbindliche Prioritätenliste aller Schulbaumaßnahmen“ und warb für transparente Konzepte: „Lehrer, Eltern und Schüler müssen wissen, wann ihre Schule dran ist“. Diese Klarheit gelte analog für den Bau- und Ausbau neuer Kindertagesstätten. Kessel legt Wert auf Haushaltskonsolidierung und lehnt Steuererhöhungen ab. Bei Sicherheit, Feuerwehr, städtischem Vollzugsdienst und im Kita-Bereich könne jedoch nicht einfach weiter gespart werden. Vom Tourismus bis zur Breitbandversorgung und Unternehmens-Ansiedlung, von der Existenzgründung Wormser Hochschulabsolventen bis zum Klimagutachten spannte er den Bogen. Auch die Kultur samt „Leuchttürmen“ wie Nibelungen-Festspiele und SchUM behielt er im Blick. Ob Integration von Flüchtlingen, adäquate Unterkünfte für Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor, ob ärztliche Versorgung oder steigender Bedarf an Pflegekräften – all dies bedürfe eines zielgerichteten Vorgehens. Kessel: „Wir brauchen klare Ziele und müssen die Faktoren sowie die relevanten Personen in Mainz und Berlin kennen, die bei der Umsetzung eine Rolle spielen“.