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  • Mi., 11. März 2015, 13:14 Uhr
    CDU-Stadtratsfraktion: Schwimmvereine dürfen nicht überfordert werden / CDU sieht Stadt als Schulträger in der Verantwortung

    CDU will Antrag auf Bau eines Lehrschwimmbades stellen

    Die CDU Worms sieht es als Aufgabe der Stadt an, die Voraussetzungen für Schwimmunterricht zu schaffen. Die CDU Stadtratsfraktion will daher einen Antrag für den Bau eines Lehrschwimmbades auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung bringen.

    Zuvor hatte es ein Gespräch mit den Vorsitzenden der beiden Wormser Schwimmvereine, Poseidon und Wassersportverein, gegeben, bei dem der CDU Kreisvorstand und auch die CDU-Mitglieder des Sportausschusses zugegen waren. CDU-Kreisvorsitzender Adolf Kessel: sieht Schwimmen nicht einfach nur als Sport an: „Schwimmen lernen ist für junge Menschen das Erlernen einer wichtigen Fähigkeit die der eigenen Gesundheit dient und lebensrettend sein kann“.

    Vereine sollten finanziell nicht überfordert werden
    Herbert W. Hofmann verdeutlicht: „Es ist nicht in Ordnung den Schwimmvereinen den Bau eines eigenen Schwimmbades aufzubürden – die Vereine sind damit wirtschaftlich überfordert“. Er bezweifelt auch, dass die Vereine überhaupt das benötigte Darlehen von den Kreditinstituten erhalten. Die Übernahme städtischer Aufgaben in das finanzielle Risiko der Vereine sei unzumutbar. Es sei ureigenste Aufgabe der kommunalen Gebietskörperschaften, für die Möglichkeiten der Abhaltung Schwimmunterricht Sorge zu tragen.

    Jeanine Emans-Heischling stellt heraus, dass auch der Schwimmunterricht der Schulen nicht mehr in lehrplangemäßem Umfang gehalten werden könne. Von den Schulen würde aber erwartet, dass die Kinder schwimmen könnten. „Das Problem brennt unter den Nägeln – und es betrifft alle Wormser Kinder“. Adolf Kessel bringt den Sachstand auf den Punkt: „Wenn der eine die Verpflichtungen dem Anderen zuschreibt aber die Voraussetzung, nämlich das Lehrschwimmbecken, nicht vorhanden ist, dann beißt sich die Katze in den Schwanz“.

    Dr. Karlin: Endlich Fakten schaffen!
    Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Karlin prangert erneut die Hängepartie bei der Entscheidung über das notwendige „Freiräumen“ des Geländes der Stadtgärtnerei an der Carl Villinger Straße an: „Das muss endlich geklärt werden!“. Dieses Gelände werde sowohl für die Turnhalle der Westendschule, als auch ein Lehrschwimmbecken benötigt. Es müssten endlich Fakten geschaffen werden, bei denen in letzter Konsequenz auch die Wirtschaftlichkeit der Gärtnerei zu klären ist. „Die CDU Stadtratsfraktion steht zur Nutzung dieser Fläche für Sporthalle und Schwimmbad ebenso, wie zu dem dringend benötigten Neubau der Turnhalle für das Eleonoren-Gymnasiums an der Brucknerstraße.“ Die Projekte ließen sich auch mit etwas gutem Willen und mit privatem Zusatzengagement umsetzen.

    Emans-Heischling ergänzt: „Bedarf besteht!“. Es sei keine Zeit mit weiteren Bedarfsanalysen zu verlieren. Schon als das Elo-Lehrschwimmbecken und das Schwimmbad in der Geschwister-Scholl-Schule noch zur Verfügung standen, habe die Wartezeit für einen Platz zum Schwimmen lernen im Verein zwei Jahre betragen. Die nun zur Verfügung gestellte Traglufthalle im Heinrich-Völker-Bad eigne sich für den Schulunterricht nur bedingt, weil zu wenig Randbahnen frei seien. Der Schwimmunterricht müsse derzeit für ganze Klassenstufen ausfallen. Das Schwimmbad in der Geschwister-Scholl-Schule, das gerade saniert wird, sei kein Lehrschwimmbecken, sondern ein Therapiebecken, es erfülle die Voraussetzungen zum Schwimmen lernen daher ebenfalls nur bedingt.

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