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  • So., 25. August 2013, 12:39 Uhr
    CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Karlin: Reserven besser nutzen / Freie Träger stärker einbinden

    CDU will weiterhin mehr Plätze in Kindergärten und Kindertagesstätten

    Die CDU-Stadtratsfraktion hat sich nochmals ausführlich mit der Situation junger Erziehender in Worms befasst. Sie will weiterhin für Kinder möglichst früh gute Bildungsangebote schaffen, um sie zu fördern, auch bei der Sprache, und ihnen Kontakt mit andern Kindern zu ermöglichen. Ein Mosaikstein dafür sind ausreichend Kindertagesplätze für Kinder unter drei Jahren. Nach Angaben der Verwaltung verursacht dies jedoch neue Schulden. Damit die Stadt trotzdem handlungsfähig bleibt, sollen nach Auffassung der CDU-Fraktion zunächst alle Reserven in den bestehen Einrichtungen effizienter genutzt werden. „Die CDU-Fraktion sieht bei bestehenden Einrichtungen noch Reserven. Wenn wir diese nutzen und auch die freien Träger umfassend einbinden, ist das wesentlich preisgünstiger und zielführender als Neubauten zu errichten“, erklärte Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin.

    Nachhaltig bedeutet für die CDU-Fraktion in diesem Zusammenhang, auch die demographische Entwicklung und damit die zurückgehenden Kinderzahlen im Auge zu behalten. Dadurch verändert sich auch der Bedarf. Nach der Kindertagesstätten-Bedarfsplanung und dem Schulentwicklungsplan sind die Kinderzahlen vor allem in den Wormser Vororten rückläufig. Bereits jetzt sind demnach Plätze in Kindertagesstätten nicht belegt. „Diese freien Plätze gilt es vorrangig zu nutzen, um den Bedarf in Worms insgesamt für Kinder unter drei Jahren abzudecken“, sagte Dr. Karlin. Den meisten Eltern von Kindern in diesem Alter sei es wichtiger, schnell einen Platz für ihr Kind in einer Wormser Einrichtung zu finden als irgendwann später mal einen Platz in unmittelbarer Wohnungsnähe.

    Unverständnis über Entscheidung der Verwaltung
    Es bleibe weiter unverständlich und fragwürdig, wenn die Verwaltung Förderanfragen von freien Trägern (wie beispielsweise das DRK oder die Caritas), die vor geraumer Zeit in der Nähe der Innenstadt Kindergärten neu bzw. ausbauen wollten, ablehnte, jetzt aber wohl selbst neue Einrichtungen errichten will. Dies verstoße gegen das Kindertagesstättengesetz, in dem es heißt: „Das Jugendamt wirkt darauf hin, dass die im Bedarfsplan ausgewiesenen Kindertagesstätten durch anerkannte Träger der freien Jugendhilfe errichtet und betrieben werden.“(§10,1) Erst wenn sich keine freien Träger finden, kann die Verwaltung eine Kindertagesstätte selbst bauen und betreiben.

    Dr. Karlin: „Für die CDU stehen Bildung und Ausbildung politisch an erster Stelle. Hier entscheidet sich die Zukunft, auch in Worms“. Man müsse trotzdem maßvoll vorgehen und die finanziellen Möglichkeiten im Auge behalten. „Wir müssen Notwendiges und Finanzierbares zusammenführen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass freie Träger in der Regel günstiger bauen und auch arbeiten als die Stadtverwaltung, die andere Bedingungen einhalten muss!“ So lasse sich kurzfristig das notwendige Angebot erweitern und mit Blick auf den demographischen Wandel auch das Überleben der vorhandenen Einrichtungen sichern.

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