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  • Mi., 10. Oktober 2018, 07:49 Uhr
    Seminar beleuchtet Erfolgsfaktoren für all diejenigen, die gewählt werden wollen / Gastreferent gibt wissenschaftliche Methoden an die Hand

    CDU Worms trainiert schon jetzt für Kommunalwahl 2019

    Auch wenn die Kommunalwahl in Worms erst im kommenden Jahr stattfindet: Das Warmlaufen hat bei der Wormser CDU jetzt schon begonnen – wie bei guten Sportlern wird lange vorher trainiert. Um gut vorbereitet zu sein für ein kommunales Mandat, haben sich nun knapp 20 Teilnehmer aus der Wormser Union in einem Seminar, das im Herrnsheimer Landgasthof Sandwiese stattfand, intensiv mit Frage beschäftigt: Was sind die Erfolgsfaktoren für alle diejenigen, die gewählt werden wollen?

    Aus verschiedenen Perspektiven
    Referent Sascha Hermes, seit fast fünf Jahren Ortsbürgermeister von Leiwen, hatte dazu viel Material zusammen getragen, so dass das Thema aus verschiedenen Perspektiven beackert werden konnte. Zudem ging er auch mit einem wissenschaftlichen Blick an die Sache heran und gab den Wormser Christdemokraten Instrumente an die Hand, wie sie auch Unternehmen und Organisationen für die Positionsbestimmung und Strategie-Entwicklung nutzen. Dazu gehört beispielsweise die SWOT-Analyse, mit deren Hilfe Entscheidungsträger Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) einschätzen können.

    „In dem Seminar haben nicht nur Einsteiger und Neulinge dazugelernt“, fasste Monika Stellmann zusammen, die als Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Worms die Veranstaltung organisiert hat. Tatsächlich gehörten zu den Teilnehmern auch erfahrene, erfolgreiche Akteure der Wormser Union, allen voran Adolf Kessel.

    Strategie und Taktik bereits lange geplant
    Dieser ist u.a. Landtagsabgeordneter, CDA Landeschef, CDU-Kreisvorsitzender, Stadtratsmitglied und nicht zuletzt seit fast 20 Jahren direkt gewählter Ortsvorsteher in Rheindürkheim. Als OB-Kandidat musste Kessel freilich für den laufenden Wahlkampf nicht erst noch eine Strategie (Hermes: „Die richtigen Dinge tun“) und Taktik (Hermes: „Die Dinge richtig tun“) entwerfen. Kessel hat dies alles – gemeinsam mit einem engagierten Team - schon lange vorher geplant. Was ihn als OB antreibt? Das konnte er in zwei Sätzen zusammenfassen: Kessel will für frischen Wind sorgen, indem er „die Verwaltung führt, ohne sie zu dominieren“, wobei die „vielen klugen Köpfe im Rathaus bei ihrer Arbeit nicht behindert werden sollen“. Ebenso will Kessel die gesellschaftlichen Kräfte mehr einbinden und dafür sorgen, dass diese bei wichtigen Entscheidungen beteiligt werden.

    Hermes sagte: Wichtig sei immer ein Wahlkampf „nahe am Bürger“: „Politische Arbeit, Gemeinschaft und Vernetzung gehen Hand in Hand“. Kommunalpolitiker müssten stets mit vielen verschiedenen Themen zurechtkommen, auch wenn sich bei der Arbeit später eine Spezialisierung ergebe. Hermes legte außerdem dar, wie sich Wähler mobilisieren lassen.

    Deutlich wurde: Das große Vorhaben, ein kommunales Mandat zu erringen, ist vom Entschluss „Ich trete an“ bis hin zur erfolgreichen Übernahme eines politischen Amtes, ein sehr hartes Stück Arbeit – es ist, wie Kessel betont, aber auch eines, das sehr viel Freude bereitet.

    Monika Stellmann (stehend) freut sich über die rege Teilnahme.


     

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