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  • Fr., 08. September 2017, 09:58 Uhr
    OB Kissel begrüßt eigenständige UNESCO-Bewerbung

    Chance für jüdisches Erbe

     Wie die Länder Rheinland-Pfalz und Thüringen in einer gemeinsamen Pressemitteilungen am gestrigen Mittwoch mitgeteilt haben, bleiben die beiden UNESCO-Welterbe-Anträge „SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz“ sowie „Alte Synagoge und Mikwe in Erfurt“ weiterhin eigenständige Bewerbungen. Zu diesem Ergebnis kam ein Expertengremium der Länder Thüringen und Rheinland-Pfalz.


     Nach Austausch und Abwägung der Argumente votierten die Experten für eine künftige enge Abstimmung der beiden Anträge mit einem jeweils eigenständigen Antragsverfahren beider Länder. Thüringen hatte sich bemüht, die beiden Anträge zusammenzuführen. Die Einzelnominierungen in ihrem gegenwärtigen Zuschnitt  seien „konzeptionell konsistenter, überzeugender und auch für das weitergehende Verständnis von jüdischem Erbe in Deutschland umfassender dargestellt“ und „damit für die Aufnahme in die Welterbeliste zielführender als eine serielle Nominierung“, heißt es in der Begründung der Expertenkommission für die getroffene Entscheidung.


    „Dem Schutz und der Aufbereitung des jüdischen Erbes in Deutschland kommt eine hohe Bedeutung zu. Wir sollten die beiden Welterbe-Anträge deshalb nicht als Konkurrenz, sondern als Chance betrachten, uns noch stärker mit diesem Erbe auseinanderzusetzen, es zu bewahren und es der Welt adäquat nahezubringen“, betont der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel. Eine Chance sehe er zudem auch in der gegenseitigen Beratung und dem wissenschaftlichen Austausch beider Antragsteller.

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