Empfang der Feuerwehr aus Borgotaro durch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek
Chance, um voneinander zu lernen
Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (vorne, 3.v.l.) begrüßte die Gäste aus Borgotaro im Rathaus.
Seit vielen Jahren besteht zwischen ihnen eine tiefe und lange Freundschaft und einmal jährlich treffen sich die Mitglieder der Wormser Feuerwehr und des THW mit ihren Kameraden aus dem italienischen Borgotaro, unweit der Wormser Partnerstadt Parma.
Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek nahm die Gäste im Wormser Rathaus im Beisein des Bundestagsabgeordneten Jan Metzler in Empfang. „Die Anwesenheit des Bundestagsabgeordneten macht deutlich, welche Bedeutung die Partnerschaft inzwischen hat“, betonte der Bürgermeister.
Gemeinsamkeiten als Erfolgsrezept
Das Erfolgsrezept dieser Partnerschaft sei vermutlich auf die große Gemeinsamkeit der beiden Feuerwehren zurückzuführen: Menschen zu retten. Gerade Worms sei ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen, erklärte Kosubek und wies auf das bundesweit anerkannte „Wormser Modell“ hin.
Dem konnte Franco Costella, stellvertretender Feuerwehr-Kommandeur in Borgotaro, nur zustimmen: „In den vielen Jahren unserer Freundschaft haben wir uns immer besser kennengelernt. Wir sind zwar verschieden, aber gerade diesen Unterschied können wir als Chance nutzen, um voneinander zu lernen“, machte er deutlich. „Jedes Mal, wenn wir hier sind, lernen wir neue Menschen kennen, andere Verbände und Hilfsorganisationen“, beschrieb er seine Eindrücke.
Jede Menge Herzblut in der Partnerschaft
Dass in der Partnerschaft jede Menge Herzblut steckt, brachte der Wormser Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach deutlich zum Ausdruck: „Ich bin mir sicher, dass unsere Freundschaft auch weiterhin gut gedeihende Früchten tragen wird. Die Planungen für die Besuche machen uns immer viel Spaß, denn sie sind uns eine Herzensangelegenheit“, betonte er. „Wir wollen auch weiterhin so viel Leidenschaft in die Partnerschaft stecken und sie zukunftsfähig machen“, unterstrich er. Gemeinsam gedachten die Gäste Hans-Joachim Rühl, dem Initiator der Partnerschaft, der inzwischen leider verstorben ist. „Wir danken ihm dafür, dass er diese Freundschaft ermöglicht hat. Hans-Joachim Rühl hat immer daran geglaubt und wir ernten heute die Früchte seines Engagements“, erinnerte Franco Costella. „Hans-Joachim Rühl wäre stolz gewesen, Sie alle hier begrüßen zu dürfen“, weiß Marita Tann, Vorsitzende des deutsch-italienischen Freundschaftskreises. Die Freundschaft zwischen den beiden Feuerwehren habe ihm sehr am Herzen gelegen.
Im Kontext des europäischen Gedankens
Bürgermeister Kosubek hob die Relevanz der Partnerschaft im Kontext des europäischen Gedankens hervor: „Europa ist die Zukunft für uns alle. Aber daran müssen wir auch stets arbeiten. Dies gelingt am besten, wenn Menschen sich begegnen, so wie Sie es tun“, machte er deutlich.
Auch in diesem Jahr absolvierten die italienischen Gäste wieder ein strammes Programm. Neben der Fahrzeugausstellung am Tag der offenen Tür von Feuerwehr und THW besuchte die Gruppe das Feuerwehrmuseum in Lorsch, die Oppenheimer Keller und schließlich die BASF.