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  • Mo., 24. Juni 2013, 19:18 Uhr
    Um die gesetzliche Auflage hinsichtlich der Kindergartenplätze auch für unter Einjährige zu erfüllen, steht eine Zwischenlösung zur Diskussion

    Eine Container-Kita in der Prinz-Carl-Anlage?

    Von Gernot Kirch In Worms gibt es bei den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren noch einen großen Nachholbedarf. Insgesamt fehlen zurzeit rund 250 dieser begehrten Kita-Plätze. Und selbst nach Fertigstellung des Neubaus an der Karmeliterschule wird es noch ein Fehlbestand von 180 geben. Was also tun?

    Oberbürgermeister Michael Kissel erklärte im Rahmen eines Pressefrühstücks am Montag, dass es Überlegungen bei der Stadt gebe, zur kurzfristigen Bedarfsdeckung eine 6- bis 8-gruppige Einrichtung in Containern zu schaffen. Dies sei gerade jetzt wichtig, weil es ab dem 1. August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Platz auch für einjährige Kinder gibt.

    Da hauptsächlich in der Innenstadt ein Mangel an Betreuungsplätzen herrscht, müsste der Standort für eine solche Containeranlage möglichst zentral in der City liegen. Denkbar sei daher die Mitte der Prinz-Carl-Anlage, wo momentan eine freie Rasenfläche ist.

    Weiter führte der OB aus, dass man bei solch einer Containerbauweise nicht an die riesigen, rechteckigen Transportbehältnisse denken dürfe, wie sie per Schiff oder Lastwagen unterwegs sind, sondern es sich um durchaus attraktive, moderne Anlagen handele.

    Innerhalb weniger Wochen könne solch eine Kita in Fertigbauweise realisiert sein. Wobei sich dann immer noch die Schwierigkeit ergibt, geeignetes Personal zu finden, da Erzieherinnen auf dem Arbeitsmarkt derzeit heiß begehrt sind.

    Nur für eine begrenzte Übergangszeit
    Die Anlage in der Prinz-Carl-Anlage soll auch nur für eine begrenzte Zeit genutzt werden. Mittelfristig strebt man eine Einrichtung auf dem Fischmarkt nahe der Polizei an, da dieser Standort näher an dem Bedarf der Menschen liegt.

    Doch ist hinsichtlich des Fischmarktes noch keine Einigung erzielt. Das Hauptproblem sei, dass ein so wertvolles Areal wie der Fischmarkt drei- bis vierstockig bebaut werden soll. Eine 7-gruppige Kita würde ein solches Gebäude jedoch nicht komplett auslasten. Wohnungen seien aber keine sinnvolle Ergänzung, weil unmittelbar über einer Kita wohl kein Mieter einziehen würde. Daher denke man darüber nach, städtische Einrichtungen, wie etwa das Jugendamt, dort unterzubringen.

    Kissel nannte für solch ein Gebäude auf dem Fischmarkt einemögliche Investitionssumme von 10 bis 13 Millionen Euro. Dafür benötige die Stadt Zuschüsse vom Land, das aber selbst sparen müsse.

    Eine alternative Unterbringung der betroffenen Kinder in Kitas der Vororte sei aber auch keine wirkliche Lösung, denn einerseits seien dort nur vereinzelte Plätze frei und anderseits besäßen die Eltern häufig keine Autos, um ihre Jungen und Mädchen dorthin zu bringen.

    Insgesamt gibt es in Worms momentan 12 städtische Kitas und 39 in Trägerschaft von Kirche, Wohlfahrtsverbänden und freien Trägern.

    Auf der Freifläche in der Prinz-Carl-Anlage könnte schon bald als Übergangslösung ein Containerkindergarten entstehen. Foto: Gernot Kirch

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