Di., 26. Mai 2020, 14:13 Uhr
Ein Gedicht von unserer Leserin Olivia Kohl, 17 Jahre, aus Herrnsheim
Corona
Ich erlebte noch nie etwas,
das so schlimm war wie Sars.
Ein Virus spaltet die Gesellschaft,
Arbeiter, Chefs, die Belegschaft.
Es ist ungewohnt, dass wir Masken brauchen,
in großen Gruppen nicht reden, essen, rauchen.
Auf die Dauer hilft nur Distanz,
weil die Merkel das so sagt.
Bargeld ist schlecht und kontaktlos ist gut.
Geht man zum Bäcker, beweist man Mut.
Systemrelevante Berufe,
befolgt ihre Anweisungen, schwingt die Hufe!
Ich danke jeder Krankenschwester und jedem Arzt,
der das beste aus der Situation hier macht.
Die Infizierten bleiben in Quarantäne
und ich wünsche allen gutes Genesen.
Mein Beileid um jene, die daran sterben,
wir müssen was tun, dass es nicht mehr werden.
Weiterhin nur mit Wagen einkaufen
und nur noch in der Nähe umherlaufen.
Unnötiges Rausgehen ist nicht gestattet,
auf das Ende der Ausgangssperre wird gewartet.
1,5 Meter Mindestabstand,
befolgt jeder mit Liebe und Anstand.
Die Armbeugen und Taschentücher sind uns wichtig,
darein husten und niesen wir richtig.
Händewaschen und Desinfizieren hat Vorrang,
damit ich mir keinen Virus einfang‘.
Klopapier ist ausverkauft,
weil da, wie Nudeln, jetzt jeder braucht.
Restaurants haben geschlossen
und ich hab‘ still für mich beschlossen,
dass ich mich an die Regeln halte
und Geduld und Hoffnung walte.
Dazu rufe ich hier aus,
so schicken wir Corona nach Haus.
Dann kann ich wieder zur Schule gehen
und meine Großeltern sehen.
Ist die Zeit dann bald zu Ende,
schütteln Menschen wieder Hände.
Also, Leute, aus freien Stücken,
müssen wir als Gesellschaft zusammenrücken.
Die wichtigsten Regeln kann man nicht umgeh‘n,
nur so kommt ein Ende von Covid neunzehn.