Neujahrsempfang Hochheim: Ortsvorsteher blickt auf erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück
„...da schaut, die können ja nicht einmal schwimmen“
Ortsvorsteher Timo Horst (4. von links) würdigte Heidi Sauer (2. von links) mit einer silbernen Ehrennadel im Beisein des Bürgermeisters Hans-Joachim Kosubek und der stellvertretenden Ortsvorsteherin Maria Hilberg aus. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT Passend zum Winterwetter begrüßte Hochheim Ortsvorsteher Timo Horst die Gäste des Neujahrsempfanges im katholischen Jugendheim als „Eiskalte“, deren Ruf im Volksmund noch aus Zeiten des Eisstechens an der Pfrimm herrührte. „Von allen Wormsern waren die Hochheimer schon am frühesten auf den Beinen, um für die Brauerei Eis zu stechen“, erinnerte der Ortsvorsteher an das „fleißige Völkchen“ – wie auch beim großen Jubiläum „950 Jahre Hochheim“ im vergangenen Jahr zu erkennen gewesen sei.
Jubiläumsjahr bleibt in guter Erinnerung
Ebenfalls zurückblickend lobte Timo Horst den großen Erfolg des, gemeinsam mit dem ebenfalls Jubiläum feiernden Pfiffligheim, ausgerichteten Parkfestes. „Wir wollen es gerne wiederholen“, so Horst, „denn was verbindet Hochheim und Pfiffligheim besser wie unser Park“. Zudem rief er den ersten Hochheimer Weihnachtsmarkt ins Gedächtnis sowie die fortgeführte Kerwe, für welche sich nach dem organisatorischen Rückzug des Männergesangsvereins dankenswerterweise ein neuer Leitungs- und Helferkreis gefunden habe.
Von links: Ortsvorsteher Timo Horst liest für Heidi Sauer, der guten Seele des Tennisclubs Rot-Weiß, aus ihrer Urkunde einige Dankesworte vor. Foto: Florian Helfert
Baumaßnahme sorgt für Verdruss
„Bitte sorgen Sie dafür“, richtete Timo Horst einen Appell an Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, „dass Unternehmen, die die Nachtruhe in Hochheim stören, ein ordentliches Bußgeld zahlen müssen“. Rund um die Ereignisse in der Agnesstraße, in welcher bis um 2.30 Uhr mit schwerem Gerät die Bodenplatte für neuen Wohnraum errichtet worden war, ergänzte er kritisch: „Um das Ortsbild zu erhalten, hätten wir uns vor Ort eine angemessene Bebauung gewünscht!“
Danach widmete er sich kurz sowohl dem 100-jährigen Vereinsjubiläum des TUS Hochheim als auch dem geplanten Neubau der Pfrimmtal Realschule Plus, wobei er ankündigte, dass hiervon dann zudem die Grundschule mit neuen Räumen profitieren werde. Außerdem trug er als Idee aus dem Ortsbeirat ein altersgerechtes Wohnen für das Neubaugebiet „Im Mersch“ vor.
„Wenn der Stadtrat über den Rhein läuft...“ „Das Parkfest, der Martins- und Weihnachtsmarkt oder auch die Kerwe unterstreichen das starke ehrenamtliche Engagement der Hochheimer“, betonte Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek in seinem Grußwort. Darüber hinaus bedachte er auch explizit die Ortsbeiräte und Stadträte für ihre stetigen Mühen mit Lob. Beschimpfungen, wie sie besonders in den sozialen Medien üblich seien, missbilligte er deutlich: „Wenn der Stadtrat über den Rhein läuft, heißt es nur,“ so Kosubek konsterniert, „da schaut, die können ja noch nicht einmal schwimmen...“
Silberne Ehrennadel für Heidi Sauer Zu guter Letzt würdigte Timo Horst im Beisein des Bürgermeisters mit Heidi Sauer die generationenübergreifend gute Seele des Tennisclub Rot-Weiß, um ihr langjähriges Engagement mit der silbernen Ehrennadel auszuzeichnen. Ferner dankte er zahlreichen weiteren aktiven Personen mit kleinen Präsenten für ihr Wirken im vergangenen Jubiläumsjahr.
Musikalisch rundete der junge Geigenspieler Frederic Busch – und zwar mit seiner Generalprobe vor seinem Auftritt bei „Jugend musiziert“ am morgigen Sonntag – den Empfang gemeinsam mit seiner Lehrerin Olga Nodel (am Klavier) ab.