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  • Mo., 23. Mai 2016, 17:25 Uhr
    1.250 Jahrfeier der heutigen Doppelgemeinde / Heimatjahrbuch zur Ortsgeschichte vorgestellt

    Dalsheim feiert mit Niederflörsheim

    Mehrere hundert Gäste konnte Ortsbürgermeister Volker Henn in der Mehrzweckhalle der Realschule Plus begrüßen.


    VON FLORIAN HELFERT Über 300 Gäste feierten am Samstag in der Mehrzweckhalle der Realschule Plus das 1.250-jährige Jubiläum der heutigen Doppelgemeinde Flörsheim-Dalsheim anlässlich der erstmaligen Erwähnung Dalsheims im Lorscher Codex am 21. Mai 766.

    Dagolfesheimer Gemarkung

    „Dalsheim und das urkundlich zwei Jahre jüngere Niederflörsheim sind natürlich viel älter“, blickte der die Archivalien Flörsheim-Dalsheim hütende Wormser Stadtarchivar Prof. Dr. Gerold Bönnen zurück. Dennoch gelten die – aus Schenkungen zugunsten des Seelenheils in ihren Jahreszahlen zufällig entstandenen – Eintragungen des Klosters in Lorsch sowohl als Bezugspunkt für die Doppelgemeinde als auch für eine ganze „Epidemie an 1.250 Jahrfeiern“ im Umland der ehemaligen Benediktinerabtei.

    Zur großen Freude des Saals eröffnete der Leiter des Wormser Stadtarchivars dann allerdings doch noch eine Perspektive für ein weiteres Jubiläumsjahr in zwei Jahren: „Nur beim Eintrag zu Niederflörsheim ist im Lorscher Codex ein Hinweis auf den Weinbau zu finden“, verwies der Historiker schmunzelnd auf einen möglichen Festakt rund um die Reben im Schatten der einzigartigen Fleckenmauer.

    Verlorene Söhne wiederentdecken

    Zum Ende seines Vortrags zeigte sich der Leiter des Wormser Stadtarchivs mehrfach von den vorhandenen Baudenkmälern beeindruckt, denn so zähle etwa der jüdische Friedhof zu den schönsten Friedhöfen in Rheinhessen. „Ein Grabstein erinnert an den Heldentod eines gleich zu Beginn des ersten Weltkriegs Gefallenen“, mahnte Prof. Dr. Bönnen das historische Erbe der Region um die drei SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz an. Zugleich erinnerte er an den Erfinder des amerikanischen Deckenventilators, Philipp Diehl, sowie an den „Vater der Kinderheilkunde“, Philipp Biedert, deren „völlig zu Unrecht“ verlorene Geschichte als Söhne der Ortsgemeinde es aufzuarbeiten gelte. Neben einem kulinarischen Buffet und einem Burgundercuvée aus 1.250 Rebstöcken erlebten die Gäste ein buntes Bühnenprogramm sowie eine Ausstellung historischer Fotografien, deren Eindrücke in Form des vorgestellten Heimatjahrbuches gerne mit nach Hause genommen worden sind.

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