Mo., 02. März 2020, 12:54 Uhr
ZEICHEN FÜR MEHR KLIMASCHUTZ: Dom und Martinskirche in Worms beteiligen sich am 28. März an der Earth Hour
„Damit anderen ein Licht aufgeht“
Alles begann 2007 im australischen Sydney. Damals schalteten 2,2 Millionen australische Haushalte gleichzeitig für eine Stunde das Licht aus und setzten so ein eindrucksvolles Zeichen für mehr Klimaschutz. Aus dieser ersten „Earth Hour“ wurde mittlerweile die größte globale Klima- und Umweltschutzaktion weltweit. Auf dem ganzen Globus beteiligen sich heute über 180 Länder und tausende Städte. In Deutschland haben sich bis jetzt 228 Städte angemeldet – und erstmals ist auf Initiative der Dom- und Martinsgemeinde auch Worms mit dabei.
Eindrucksvolles Signal
„Es hat mich in den letzten Jahren immer bewegt, wenn in den Nachrichten von der Earth Hour berichtet wurde und die Bilder gezeigt wurden, wie an bedeutenden Baudenkmälern demonstrativ die Beleuchtung ausging: vom berühmten Opernhaus in Sydney über das Brandenburger Tor und den Kölner Dom bis zur Christusfigur über Rio de Janeiro. Und mit den Wahrzeichen auch tausende Haushalte für eine Stunde ihr Licht abschalteten. Ich empfand das schon immer als eindrucksvolles Signal für den Klimaschutz“, erläutert Propst Tobias Schäfer. Gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat der Dom- und Martinsgemeinde habe man daher den Oberbürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden der Stadtratsfraktionen angeschrieben und angeregt, dass sich auch Worms an dieser Aktion beteiligen solle. Insbesondere die Anstrahlung des Domes und der Martinskirche solle am Samstag, dem 28. März von 20.30 bis 21.30 Uhr im Rahmen der Earth Hour abgeschaltet werden.
EWR übernimmt technische Umsetzung
Was sich so einfach anhört, stellte sich schnell aber als alles andere als unkompliziert heraus. „Allein der Dom wird von vier verschiedenen Seiten aus angestrahlt, und alle Strahler werden separat geschaltet. Es musste also erst technisch geklärt werden, wie die Abschaltung funktionieren kann“, erklärt der Propst. Dankenswerter Weise sei das EWR hier eingesprungen und habe sich bereiterklärt, trotz des Wochenendes dafür zu sorgen, dass die Abschaltung der Dombeleuchtung punktgenau gelingt. „Umweltschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen gehören zu unserem Selbstverständnis“, erläutert Charlotte Gander, die beim EWR für Veranstaltungen und Sponsoring zuständig ist. „Deshalb war es für uns als regionales Energieunternehmen Ehrensache, dass wir die Kosten für die Abschaltung der Dombeleuchtung und die technische Umsetzung übernehmen“.
Mitmachen und ausschalten
„Nachdem die technischen Fragen geklärt waren, haben wir Worms für die Earth-Hour angemeldet. Wir hoffen jetzt natürlich, dass sich möglichst viele Wormserinnen und Wormser beteiligen und am 28. März gemeinsam für eine Stunde das Licht ausschalten. Je mehr mitmachen, umso eindrucksvoller ist das Signal:‚Eine Stunde Dunkelheit, damit anderen ein Licht aufgeht‘, ist das Motto der Aktion“, so Heinz Thesen, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Dom- und Martinsgemeinde. Die Earth Hour ist eine Initiative des WWF (World Wide Fund for Nature). Mit der Earth Hour soll an die politischen Entscheidungsträger appelliert werden: „Es ist Zeit zu handeln – für einen lebendigen Planeten!“ Der Aufruf geht daher an alle: „Mitmachen bei der Earth Hour dabei sein! Schalten auch Sie am 28. März um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht aus. Gemeinsam mit Millionen Menschen auf der ganzen Welt soll so ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und einen lebendigen Planeten gesetzt werden.“, so die Initiatoren.