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  • Mi., 08. Januar 2014, 13:45 Uhr
    Aufruf der Aktionsgruppe Worms zum Welt-Lepra-Tag am 26. Januar / Mit Spenden wichtige Hilfe leisten

    Damit aus Stigma kein Schicksal wird

    Jonathan aus Liberia arbeitet als Korbflechter und bestickt die von ihm produzierten Teile selbst – trotz der Lepratypischen Behinderungen an den Händen. Fast alle Patienten in Ganta arbeiten - entweder als Therapie oder einfach, damit das Hospital weiter bestehen kann. Foto: Jochen Hövekenmeier/DAHW.de


    Anlässlich des Welt-Lepra-Tags am Sonntag, dem 26. Januar, erinnert die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) an das Schicksal Betroffener und ruft zu Unterstützung auf.

    Vergessen, verleugnet und ausgestoßen – so werden Leprakranke seit vielen tausend Jahren behandelt. Seit inzwischen mehr als 30 Jahren ist Lepra durch die Multidrug-Therapie, einem Mix aus drei Antibiotika, heilbar. Es gibt also keinen Grund, Angst vor dieser Krankheit zu haben. Trotzdem gibt es weiterhin viele Vorurteile, aufgrund derer betroffene Menschen nach wie vor häufig ausgestoßen werden. Als „Krankheit der Armut“ betrifft Lepra vornehmlich Menschen in Ländern, deren Gesundheitssystem nicht so funktioniert wie in Europa.

    Daher wird die Krankheit oftmals zu spät diagnostiziert und behandelt. Als Folge treten die für Lepra typischen Behinderungen an Händen und Füßen auf. Eine Arbeit zu finden, um für sich selbst und seine Familie sorgen zu können, wird für Betroffene fast unmöglich, sobald das Stigma der Lepra für alle sichtbar ist.

    Menschen nicht im Stich lassen
    Die Organisation DAHW lässt diese Menschen nicht im Stich. Ihre Sozialarbeiter unterstützen bei Aus- und Weiterbildung, organisieren Selbsthilfegruppen, vermitteln bei Gesprächen mit Arbeitgebern oder helfen auch bei der Existenzgründung. „Es gilt, gerade diese Menschen nicht alleine zu lassen und ihr Schicksal nicht zu vergessen“, ruft der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel zur Unterstützung Betroffener auf.

    Und doch liegt noch viel Arbeit vor der Organisation – Arbeit, die finanzieller Unterstützung bedarf. Seit 50 Jahren engagieren sich die Mitglieder der Aktionsgruppe Worms unter der Leitung von Josef Schork für die Leprakranken in den Ländern der so genannten „Dritten Welt“. Durch Spenden aus Worms konnte bereits medizinische und soziale Hilfe geleistet werden.

    Wer die Aktion unterstützen möchte, kann der Aktionsgruppe Worms eine Spende zukommen lassen:
    Aktionsgruppe Worms
    Eine Initiative zur der Förderung der DAHW
    Sparkasse Worms-Alzey-Ried, Bankleitzahl 553 500 10
    Konto-Nr. 138 009

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