Azubis der Karl-Hofmann-Schule „wird es in der Wirtschaft nicht langweilig werden“
Dank Siemens-Spende modernste Lernumgebung
Ausbildung an marktführender Technik: Achim Pecka, Siemens AG (vorne) erläutert für Schüler Maximilian Huy, Schulleiter Jens Leilich und Schüler Nils Bürger die Bedienung des gespendeten Ausbildungstools. Foto: Regina Urbach
VON REGINA URBACH Am Mittwoch übergaben Achim Pecka und Jürgen Scheid für die Siemens AG offiziell eine großzügige Sachspende an die Karl-Hofmann-Schule, nämlich drei bereits in einer Lernumgebung installierte Nutzungseinheiten für die Automatisierungstechnik. An der berufsbildenden Schule werden etwa 1.500 junge Menschen in technischen (Automatisierungs-, Energie- und Gebäudetechnik), aber auch in sozialen und hauswirtschaftlichen Berufen ausgebildet.
Damit der allseitig gewünschte Dialog zwischen Wirtschaft und Ausbildung auch in entsprechendem Rahmen stattfand, wurde für die Überreichung in Anwesenheit von Schülern und Lehrkräften das Elektrolabor gewählt. Während die Schüler die Gelegenheit nutzten, mit der per Touchscreen bedienbaren Technik testweise ein Laufbandmodell zu steuern, dankte Schulleiter Jens Leilich der Stadt und vor allem der Siemens AG für die Ermöglichung dieser modernen Ausbildungskomponente: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Siemens und der damit verbundenen Förderung des Facharbeiter- und Technikernachwuchses in der Region. Dank der Spende können unsere Schülerinnen und Schüler bereits während der Ausbildung mit modernster Technik arbeiten und sich so bestmöglich auf das spätere Berufsleben vorbereiten.”
Achim Pecka sprach die jungen Leute mit den Worten: „Die Industrie ist auf Sie angewiesen, Sie werden so schnell nicht arbeitslos“ an. Auch er drückte seine Freude am Ineinandergreifen von Wirtschaft und Ausbildung aus, die es weiter zu vertiefen gelte, und spannte einen visionären Bogen zum Engagement seines Hauses für die digitale Simulation von Produktionsprozessen. Ein Effizienz- und Zeitgewinn um den Faktor zehn und mehr könne so erzielt werden, beispielsweise beim Modellwechsel bei Ford in Saarlouis. Er erwähnte auch das Mars-Projekt „Curiosity“ und Angela Merkels Programm zu „Industrie 4.0“ zum Erhalt der deutschen Wettbewerbsfähigkeit.
Massenfertigung bei gleichzeitiger Individualisierungsmöglichkeit – mit dieser Kompetenz behalte Deutschland die Nase vorn. Heruntergebrochen auf die marktführende, bei BMW, der BASFG und im Mittelstand bereits angewandte Siemens-Steuerungsautomatik, wandte er sich an die Schüler: „Uns liegt am Herzen, dass Sie als hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte Ihre Arbeitgeber finden – und diese in Ihnen hochqualifiziertes Personal!“ Dozent Markus Biegi gab positives Feedback: „So gewinnt das Schlagwort Industrie 4.0 konkrete Konturen!“ Für die überreichte Software sind Lehrkräfte und Industrieausbilder bereits geschult und können die Schüler nun gezielt an sie heranführen.