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Mi., 23. März 2016, 08:31 Uhr
Dankeschönveranstaltung im Kreis Worms mit interessantem Vortrag von Heilpraktikerin Ute Braun
Dank und Anerkennung für ehrenamtliche LandFrauen
Hannelore Reinheimer bei der Verabschiedung von Vorstandsmitgliedern.
Wie könnte ein Dankeschön besser ausgedrückt werden als mit einer Veranstaltung speziell für die Frauen, die in den LandFrauen-Ortsvereinen und im Kreisvorstand Führungsaufgaben übernehmen? Diesmal traf man sich zum leckeren Frühstück, das keine Wünsche offen ließ, im Mörstadter Saalbau Kinges-Kessel. Kreisvorsitzende Hannelore Reinheimer begrüßte Vorstandsmitglieder aus allen Ortsvereinen, die stellvertretende Landesvorsitzende Silvia Enders, Gleichstellungsbeauftragte Katharina Nuß und die Hauptamtlichen der Alzeyer Geschäftsstelle. Ganz besonders erwähnt wurden die Kreisvorstandsmitglieder, die bei der letzten Wahl nicht mehr kandidiert hatten und nun im Kreise ihrer Vorstandskolleginnen verabschiedet werden sollten. Hannelore Reinheimer fand herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung ihrer ehemaligen Vorstandsmitglieder.
Drei von ihnen, Edeltraud Knierim (Osthofen), Heidrun Mann (Mölsheim) und Walburga Noll (Bermersheim/ Eppelsheim), hatten sie 16 ½ Jahre unterstützt und ihr fiel im Rückblick so manche Aktion ein, bei der sie gut zusammen gearbeitet und Ideen umgesetzt hatten, fast eine ganze Generation durchlebten sie gemeinsam und waren dabei gut zusammengewachsen. Heide Ermarth-Bogert und Heike Frey-Hemer waren aus zeitlichen Gründen nur eine Wahlperiode im Amt, aber auch sie gliederten sich gut und aktiv in die Vorstandsarbeit ein. Eine LandFrauenbiene und Bildbände über Rheinhessen sollen an die Vorstandstätigkeit erinnern.
Hannelore Reinheimer mit Ute Braun.
Besonderer Teil des Frühstücks
Danach kam der zweite, ganz besondere Teil der Veranstaltung, der sich schon durch die Installation eines Beamers ankündigte. Ute Braun, Heilpraktikerin, Autorin und Hirtin aus dem Hunsrück ist eine faszinierende Frau mit einem Winterleben im Hunsrück und einem Sommerleben in den Schweizer Voralpen. Sie berichtete von ihrem Beruf als Heilpraktikerin und engagierter Seelendoktorin und Kräuterführerin in der Heimat und erzählte anhand wunderschöner Fotos in ihrem liebenswerten Dialekt von ihren bisher 28 Sommern als Hirtin auf der Alm.
Dort wohnt sie in einer riesigen 300 Jahre alten Hütte, zusammen mit ihren 40 Rindern, im angebauten Stall, unterm gleichen Dach. Tagsüber sind sie im Stall und nachts draußen. Dies hat sich in der Gegend so bewährt, so leiden sie nicht unter der Tageshitze und das Gras ist frisch und wird nicht so sehr zertrampelt. So kann erst am Abend gemistet werden, doch oft sind auch Gäste in den Ferien oder am Wochenende da, die dabei helfen.
Diese Gäste sind nicht nur Familienangehörige sondern auch liebe Freunde oder Bekannte, die das einfache Leben in der wunderbaren Natur genießen. Außer den 40 Rindern, die 6 Bauern gehören und etwa im Mai auf die Alm kommen und im Spätjahr abgeholt werden, gibt es einen Hund, eine Katze, 6-8 Ziegen, 3 Hühner, in den ersten Jahren ein Schwein und ein Hase. Die Ziegen werden gemolken und Ute Braun macht Käse aus der Milch.
Vortrag machte Lust auf „mehr“
Die Frau, die so liebevoll mit den Tieren umgeht, ist Vegetarierin und vertraut mit allem, was um sie herum wächst und versteht es aus den Kräutern leckere Gerichte zu zaubern. Zum Transport hat sie ein „Bergauto“, das nicht mehr straßenverkehrstauglich ist, aber Holz, Heu oder Weidepfähle oder auch müde Gäste nach oben transportieren kann. Eine selbstgebaute Wasserleitung führt Wasser direkt von der Quelle zur Hütte, ein altertümlicher Herd mit Wasserschiff dient als Heizung, Kochstelle und Heißwasserbereiter und wird mit selbst geschlagenem Brennholz gefüttert. Strom kommt aus Batterien und einer kleinen Solaranlage. Auch das Baden in der direkt beheizten Wanne mit kleinen Tricks ist sehr romantisch. Viele Erlebnisse mit ihren großen und kleinen Gästen und das Leben in ihrem „Paradies“ erzählte die Frau mit dem Sommer- und Winterleben noch und die Anwesenden hingen an ihren Lippen und hätten gerne noch viel länger zugehört. Vielleicht gibt es ein Wiedersehen?