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  • Mo., 07. November 2022, 10:51 Uhr
    WEINMESSE MEETS GENUSSMARKT: Weinkreationen genießen und durch das Angebot der Händler stöbern

    Das Beste vom Besten

    Zahlreiche Genießer besuchten die neu fusionierte Veranstaltung „Weinmesse meets Genussmarkt“. Foto: Rudolf Uhrig


    Von Rudolf Uhrig > Die drittgrößte Weingemeinde Deutschlands hat ihr Weinevent wieder. Nach Pandemie und Ortswechsel vom Kesselhaus in den Mozartsaal des Kulturzentrums „DAS WORMSER“ bot das „Holzkästchen“ gleich am Eingang mit der „Volksbank Lounge“ ein schönes, einladendes Interieur. Sitzgelegenheit mal hoch mal tiefer, das Design ein Blickfang. Aber natürlich gab es diesmal wieder eine Neuerung, denn Weinmesse und der beliebte Genussmarkt fusionierten und fanden nun in diesem neuen Format gemeinsam statt. So empfahl auch Oberbürgermeister Adolf Kessel in der Begleitbroschüre: „… gehen Sie auf Entdeckungsreise, probieren Sie köstliche Weinkreationen und stöbern Sie im Angebot der Händler. Nutzen Sie auch die Gelegenheit, mit den Produzenten ins Gespräch zu kommen und interessante Informationen aus erster Hand zu erfahren.“

    Und genau das taten die Besucher, die bereits am Samstag in die Hunderte gingen; die 600 Karten waren im Vorfeld bereits frühzeitig weg. Die Anzahl der teilnehmenden Weingüter war diesmal überschaubar. Dafür boten die vierzehn Winzer aus Worms, den Wormser Vororten und dem Wonnegau aber das Beste vom Besten. In der Tat gab es viele neue Weinkreationen. Immer wieder waren Etiketten auch Hingucker und in der Schreibweise der Weinsorten ließ sich z.B. das Weingut der Familie Erbeldinger aus Bechtheim auch etwas einfallen, so gab es da den „riesLING!“ und die „scheuREBE!“, beide natürlich mit Auszeichnung versehen.

    Alle Weingüter hatten in der Informationsbroschüre auch ihre Philosophien beschrieben, die galt es freilich nun auch in flüssiger Form oral nachzuvollziehen. Und so wurde getestet und probiert, gelesen, sich unterhalten, philosophiert, eben über „vergessene Reben“ und andere Kuriositäten. Genaues Hinschauen ist beim Einschenken für den Weinkenner schon die erste Erfahrung, denn wie verhält sich die Flüssigkeit beim Schwenken? Ist der Wein klar oder trüb? Ist er dickflüssig oder eher dünn? Welche Farbgebung hat er – und was verrät sie vielleicht schon über dessen Alter und Qualität? Fragen über Fragen also…! Die Winzer beantworteten dies alles gerne. Die „Philosophie“ zur Teilnahme an der Wormser Weinmesse ist allen aber gemein: man muss dabei sein, sich präsentieren, denn ein finanzieller Erfolg ist die Messe nicht, so heißt es unisono. Viele hoffen nun auf die nächsten Tage ob nun Bestellungen eingehen.  Anders beim Genussmarkt, da wurde schon mal die eine oder andere Marmelade gekauft. Aber viel mehr war da nicht, total abgespeckt war es wenigstens ein kleines Lebenszeichen.

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