Gimbsheim: Prof. Jakob Muth Grundschule erhält 10.000 Euro aus dem Fördertopf des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.
Das „grüne Klassenzimmer" wird noch schöner
Die Prof. Jakob Muth Grundschule in Gimbsheim freut sich über die 10.000 Euro aus dem Fördertopf des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. Foto: Rudolf Uhrig
Von Rudolf Uhrig > Mit einem anspruchsvollen Bewerbungsverfahren hat sich die Schulleiterin der Prof Jakob Muth Grundschule, Stefanie Reuter-Schwamb, im Rahmen der vom Deutschen Kinderhilfswerk e.V. ausgeschriebenen Aktion „Schulhofträume“ beworben. Das im letzten Jahr unter fleißiger Mithilfe zahlreicher Sponsoren und Betriebe sowie des rührigen Fördervereins mit seiner Vorsitzenden Antje Pfennig vorangetriebene Projekt des „grünen Klassenzimmers“ ist bestens gelungen und soll nun weiter vorangebracht werden.
Deutschlandweit hatten sich rund 260 Schulen, Schülergruppen, Elterninitiativen, Vereine oder Kommunen beworben, darunter wie skizziert, auch die Gimbsheimer Grundschule. Und: Sie hat mit weiteren 15 Projekten den Zuschlag bekommen. Denn für förderungswürdig hält der Berliner Verein, der mit der Dirk Rossmann GmbH und Procter & Gamble ein Partnership eingegangen ist, naturnahe Umgestaltung der Schulhöfe, insbesondere durch die Einrichtung „grüner Klassenzimmer" oder das Anlegen von Schulgärten. Aus der Gesamtfördersumme der Aktion von 100.000 Euro darf sich nun der Gimbsheimer Förderverein über 10.000 Euro freuen.
Das Geld dürfte allerdings nur für kurze Zeit auf deren Konto verbleiben, denn der Schulgarten soll durch viele weitere Pflanzen und die Möglichkeit, diese durch eine Pumpe zu bewässern, zum Leben erweckt werden. Ein kleines Highlight im neuen naturnahen Bereich des Schulhofes stellt das Lesetipi dar. Die Schüler haben sich diesen Rückzugsraum zum Lesen und Entspannen im Rahmen der Beteiligungsaktion explizit gewünscht. Wie auch schon bei der Entstehung des „grünen Klassenzimmers" bringen sich die Vorstandsmitglieder des Fördervereins, die Mitarbeiter und Verantwortlichen der Ortsgemeinde, das Lehrerkollegium, die Eltern, das Senioreneinsatzkommando so wie auch die Schüler in vielen unterschiedlichen Bereichen tatkräftig ein, um gemeinsam einen noch schöneren und naturnahen Raum für die Grundschule zu schaffen.
„Die eingereichten Projekte haben ganz deutlich gezeigt, wie groß der Wunsch der Schülerinnen und Schüler ist, ihre Schulhöfe naturnah umzugestalten oder `grüne Klassenzimmer` einzurichten, die das Lernen in der Natur möglich machen. Der Kreativität und der Bereitschaft, mit anzupacken, sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Wenn sie ihre eigene Umgebung selbst gestalten können, indem sie Sitzgelegenheiten bauen, Beete anlegen oder Pflanzen auswählen, erfahren Kinder und Jugendliche Selbstwirksamkeit. Deshalb legen wir bei den Schulhofträumen besonders Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler von der Planung bis zur Durchführung des Projekts in allen Fragen beteiligt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, der zu diesem Termin eigens aus Berlin angereist war.