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  • Mi., 31. Januar 2018, 08:23 Uhr
    IGPfrimm e.V. besuchte die Wormser Feuerwache und informierte sich über den Hochwasserschutz

    Das Hochwasser im Fokus

    Als Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach die Mitglieder und Freunde der IGPfrimm e.V. für den 25. Januar zur Besichtigung der Feuerwache einlud, ahnte niemand, wie aktuell dieser Besuch sein wird: Nicht nur der Rhein führte Hochwasser, auch die Pfrimm war gefährlich gestiegen. Die Feuerwehr untersuchte vorsorglich die Sicherungsmaßnahmen (Sandsäcke) in Pfiffligheim am Grundstück Gatzen, wo immer noch der Hochwasserschutz unzureichend ist. Feuerwehrmann Gatzen, ein Sohn der betroffenen Familie, ließ es sich nicht nehmen, der Gruppe den imposanten Fuhrpark der Feuerwehr zu zeigen. Im Gegensatz zum Rhein kommt das Hochwasser der Pfrimm sehr plötzlich. Die Feuerwehr muss schnell reagieren und hält nicht nur Sandsäcke, sonder auch die mobilen Hochwasserschutzwände bereit.

    In diesem Zusammenhang kam die Talbrücke (A61) ins Gespräch, kommen von dort bei Starkregen doch zusätzliche Wassermengen, die direkt in die Pfrimm geleitet werden. Besonders interessiert die Mitglieder der IG Pfrimm die Einsatzfahrzeuge, die Wasser mitführen. Denn auf der Autobahnbrücke gibt es bekanntlich keine Hydranten. Und was ist zu tun, wenn Fahrzeuge mit gefährlichen Stoffen dort verunglückten und die Gewässer der Pfrimm damit belasten? Wäre ein Auffangbecken nicht hilfreich? Auf diese Fragen weiß auch die Feuerwehr keine Antwort.

    Ehrenamtliche entlasten
    Die Feuerwehr trägt auch ihre Sorgen vor: Sie wünscht sich zur Entlastung mehr Ehrenamtliche. Neben Sandsäcke füllen ist es unerlässlich, die 20 km langen Dämme auf Wormser Gebiet regelmäßig zu begehen, denn undichte Stellen müssen sofort abgedichtet werden. Interessierte sollen sich bei den Ortsvorstehern ihrer Gemeinde melden.

    Bruno Heilig (2. Vorsitzender der IG Pfrimm) freut sich, dass mittlerweile weit über 100 Mitglieder für das Thema Hochwasserschutz und Renaturierung der Pfrimm gewonnen werden konnten, seitdem der Verein 2003 nach einem heftigen Hochwasser gegründet wurde. Nach wie vor suchen die Mitglieder des Vereines das Fachgespräch mit den Experten zum Thema Katastrophenschutz.

    Über das Warn- und Informationssystem Katwarn kann die Feuerwehr die Bürger sofort unterrichten. Die App wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kostenlos bereitgestellt (www.katwarn.de).

    Eleonore Bittner, 1. Vorsitzende der IG Pfrimm, bedankt sich für die gute und jahrzehntelange Zusammenarbeit sowie die fachkundige Information über Aufgaben der Wormser Feuerwehr.

    Für Eleonore Bittner sei es erfreulich, dass zahlreiche Interessierte der Einladung gefolgt sind, um sich über den Katastrophenschutz zu informieren.


     

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