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  • Mi., 23. September 2026, 15:44 Uhr
    BERLIN/WORMS: Über eine Million Euro Bundesmittel für Sanierung der Südfassade des Heinrich-Völker-Bades

    „Das ist ein echter Coup für Worms“

    Foto: Freizeitbetriebe Worms GmbH/Nina Hochstrasser

    Von Florian Helfert › Aufatmen im Wormser Schwimmbad: Das Heinrich-Völker-Hallenbad der Stadt Worms erhält vom Bund 1.032.188 Euro aus dem Förderprogramm des Bundes. Das entspricht einer Förderquote von 75 Prozent. Den Zuschlag gab der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in Berlin am 23. September bekannt. 

    Stephan von Borzyskowski, Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Worms GmbH, hatte sich um Mittel aus dem Programmteil „SKS-Schwimmbäder“ beworben, der speziell für die Sanierung und Modernisierung kommunaler Hallen- und Freibäder aufgelegt wurde. Bundesweit stehen dafür insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 950 Projektskizzen mit einem beantragten Gesamtvolumen von etwa 3,2 Milliarden Euro wurden eingereicht. „Dass unser Vorhaben aus Worms berücksichtigt wurde, ist vor diesem Hintergrund ein besonderer Erfolg“, freut sich von Borzyskowski.

    Viele Kommunen leer ausgegangen

    „Das ist ein echter Coup für Worms“, freut sich der rheinhessische Bundestagsabgeordnete Jan Metzler. „Das Heinrich-Völker-Bad ist seit Generationen das Herzstück des Schwimmsports dieser Stadt.“ Der Haushaltspolitiker hatte sich dafür eingesetzt, dass das Vorhaben bei der Vergabe der Bundesmittel berücksichtigt wird.

    Auch der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Armin Grau, dessen Wahlkreis sich von Bobenheim-Roxheim bis nach Ludwigshafen erstreckt, hatte die Mittelzuweisung unterstützt. 

    „Viele Kommunen sind bei diesem Förderprogramm bedauerlicherweise  leer ausgegangen. Der Sanierungsbedarf übersteigt die Fördermittel bei Weitem“, fordert der Oppositionspolitiker „insgesamt deutlich mehr Geld für die Kommunen, damit sie den Aufgaben der Daseinsvorsorge gerecht werden können“. 

    Metzler weiß ebenfalls, dass Städte und Gemeinden vor der schwierigen Frage stehen, ob sie ihre Schwimmbäder überhaupt noch dauerhaft finanzieren können. Umso großartiger sei es, dass Worms mit Unterstützung des Bundes jetzt in die Zukunft seines Bades investieren kann. „Bei einem bundesweit so stark nachgefragten Förderprogramm ist eine solche Zusage alles andere als selbstverständlich“, ist Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst äußerst dankbar.

    Wie wird das Geld verbaut?

    Die Bundesmittel ermöglichen die energetische Modernisierung der Südfassade der Bestandsbadehalle des zentral gelegenen kombinierten Hallen- und Freibades. Sie verläuft oberhalb der ehemaligen Tribüne entlang des 50-Meter-Beckens. Die Tribüne selbst wird bereits umfassend saniert und neugestaltet. Im Zuge der Fassadensanierung soll die bestehende Konstruktion durch eine Pfosten-Riegel-Fassade mit integrierten Holzelementen ersetzt werden.

    Auch der Schwimmmeisterraum wird technisch modernisiert und in die Fassadengestaltung integriert. Damit entsteht zugleich eine gestalterische und energetische Verbindung zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Neubau.

    5 Jahre Förderzeitraum

    Die Förderlaufzeit erstreckt sich von 2026 bis 2031. Innerhalb dieses Zeitraums muss der weitere wichtige Teil der Modernisierung des Heinrich-Völker-Bades umgesetzt werden. Ziel bleibt ein zeitgemäßer, energetisch nachhaltiger und dauerhaft attraktiver Ort für Schwimmsport, Schwimmausbildung, Bewegung und das Miteinander in der Stadt.

     

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