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  • Sa., 07. Dezember 2019, 11:42 Uhr
    VOLKSBÜHNE WORMS: Über 8.000 Zuschauer in 11 Vorstellungen waren mit großem Interesse dabei

    Das Märchen von Kalif Storch begeisterte das Publikum

    Toller Erfolg der Volksbühne, die mit „Kalif Storch“ den Geschmack den Publikums traf und in 11 Vorstellungen zu begeistern wusste.


    In diesem Jahr entschloss sich die Volksbühne Worms 08 e.V. vom gewohnten Grimm-Modus abzuweichen und ein Märchen von Hauff „Kalif Storch“ aufzuführen. Die über 8.000 Zuschauer, meist Kinder aus Schulen und Kindergärten, aber auch viele Senioren aus Seniorenheimen verfolgten die 11 Vorstellungen überaus dankbar und mit großem Interesse.

    Hier nun eine kurze Abhandlung des herrlichen Märchens, das die Besucher in das farbenfrohe Reich des Orients entführte. Der böse Zauberer Mizra (Patricia Hauswirth) möchte mit aller Gewalt die Herrschaft Bagdads an sich reißen. Dies versucht er mit Hilfe eines Zauberpulvers, das jeden Menschen in ein Tier verwandeln lässt. Aber – der Verwandelte hüte sich davor, zu lachen, weil er sonst in ein Tier verwandelt bleibt. Als Krämer verkleidet, begibt sich Mizra deshalb ins Wüstengelage des Kalifen (Hayyan Nofal) und dessen Großwesir Mansor (Rüdiger Glaser), mit dabei die beiden Leibwächter Osman (Lothar Ohl) und Ali (Achim Schlosser). Mizra gelingt es, die Neugierde des jungen Kalifen zu wecken, der beschließt, das Pulver schon bald auszuprobieren.

    Dieser Gedanke missfällt jedoch der Kalifin (Ina Krehbiel), die um die Macht ihres Sohnes fürchtet, ihre Mitstreiterinnen sind die 3 Frauen des Herren Großwesirs, die Hauptfrau Azisa (Margret Owens), die beiden Nebenfrauen Fatima (Nicole Schmitt) und Zulima (Kerstin Bulut), welche einen Plan entwickeln, um die beiden Männer von ihrem Vorhaben abzubringen.

    Das Unheil nimmt seinen Lauf – der Kalif und sein Großwesir wandern an den Rand der Oase, um sich ein Tier auszuwählen, in das sie sich verwandeln möchten. Dabei treffen sie zwei Storchendamen, Klapperschnabel (Nicole Schmitt) und Stelzfuß (Cornelia Weber), mit denen sie ein herzerfrischendes Tänzchen wagen und natürlich soviel Freude haben, dass sie lauthals lachen. Die Erkenntnis kommt rasch, sodass sie sich entschließen, ins ferne Mekka zu pilgern, in der Hoffnung, dort durch ein Wunder die menschliche Gestalt wieder zuerkannten.

    Die Kalifin und die 3 Frauen des Großwesirs heften sich derweil eng an ihre Fersen, kommen aber immer einen Hauch zu spät. Draußen in der alten Ruine am Rande der Wüste treffen der Kalif und sein Großwesir auf eine Eule (Cornelia Weber), die vorgibt, die verzauberte indische Prinzessin Lusai zu sein, aber nur gerettet werden könne, wenn Jemand sie in diesem Federkleid zur Frau nehme. Auch hierbei hatte der sonderbare Mizra seine Hand im Spiel, weil sie ihn zuvor verschmähte und ihm seine Hand verweigerte. Die im Leid verbündeten Tiere, warten auf die Rückkehr des Zauberers, um ihn schließlich gemeinsam zu übertölpeln. Im Schlussbild kommen alle Beteiligten zusammen, der Zauberer wird mit seinen eigenen Waffen geschlagen, zuvor gekitzelt, damit er das Zauberwort zu seiner Rückverwandlung vergessen wird. In einen Storch verwandelt, flieht er aus der Stadt Bagdad. Der Kalif heiratet seine indische Prinzessin, Alle sind froh und glücklich und wieder einmal siegte das Gute.

    Zum absoluten Publikumsliebling forcierte jedoch das Lieblingskamel des Kalifen Elfriede, das in realistisch lebensgroßer Gestalt, zur Freude Aller, über die Bühne trottete. Unter diesem schweißtreibenden Kostüm verbargen sich Peter Schmitt und Volker Barmann. Es führte durch die kurzen Umbaupausen, singend und sprechend durch Ina Krehbiel perfekt ergänzt.

    Das einzigartige märchenhafte Bühnenbild von Martin, Peter & Nicole Schmitt und Gabi Kloster verhalf dem Märchen, ein wahrhafter Knüller zu werden. Ebenso die farbenfrohen Kostüme wurden von Nicole Schmitt und Kerstin Bulut hergestellt. Des Weiteren dringend erwähnenswert unsere Souffleuse Irmgard Lehmann / die Regieassistenz und Helferin hinter der Bühne Charlotte Rüdiger/die nervenaufreibende und zeitintensive Organisation im Vorfeld – Roswitha und Heinzwilhelm Ramb/Einlass Sylvia Münzenberger, Marion Weppler und Frank Alfter.

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