Nachahmer gesucht! Traudi Merle-Seibert sammelt Abfall für ein sauberes Worms
Das Meer beginnt vor deiner Haustür
Am Rheinufer in Rheindürkheim würdigt Bürgermeister und ebwo-Dezernent Hans-Joachim Kosubek das vorbildliche Engagement von Traudi Merle-Seibert (2. von rechts) und hofft zusammen mit (von links) Adolf Beutel (stellv. Ortsvorsteher Rheindürkheim), Gerhard Hock (Leiter Abt. Abfallwirtschaft ebwo) sowie Lisa Schäfer (Abfallpädagogin des ebwo) auf zahlreiche Nachahmer.
Endlich ist Sommer und die Sonne lockt die Menschen ins Freie. Die Natur genießen, Fahrradfahren, am Abend gemütlich grillen, mit der Familie am Rhein spazieren gehen. Wer mag das nicht? Jedem sei es gegönnt, die herrliche Natur im Wormser Stadtgebiet in vollen Zügen für die eigene Freizeitgestaltung zu nutzen, aber sollte dabei auch immer darauf geachtet werden, Abfälle jeglicher Art nicht in der Natur zurückzulassen. Abgesehen vom unschönen Anblick, ist vielen nicht bewusst, dass der wahllos weggeworfene Müll letzten Endes irgendwann im Meer landet.
Traudi Merle-Seibert aus Rheindürkheim ist sich der Problematik bewusst und geht mit gutem Beispiel voran. Seit Jahren sammelt sie unermüdlich auf ihren Spaziergängen am Rheinufer - mit Mülltüte und Greifer ausgestattet - den Abfall, den andere achtlos weggeworfen haben. Trotz der dort aufgestellten Mülleimer sind gerade im Sommer tagtäglich neue Hinterlassenschaften zu finden. Vor allem am Strand des Rheinanliegerdorfes häufen sich die Reste von Grillpartys, Wochenendausflügen usw. Den eingesammelten Müll entsorgt sie dann zuhause oder über den Container an der Seebachmündung. Traudi Merle-Seibert möchte mit ihrem Engagement andere inspirieren „Ich hoffe, dass es viele Nachahmer gibt, denn die Verunreinigungen am Rhein nehmen im Sommer extrem zu“, sagt sie - ihren kleinen Enkelsohn auf dem Arm, der nun bereits von klein auf lernt, dass Müll nicht in die Natur gehört.
„Gutes Beispiel, um der Vermüllung entgegenzutreten”
Bürgermeister und ebwo-Dezernent Hans-Joachim Kosubek sieht in diesem freiwilligen Engagement ein gutes Beispiel, um der Vermüllung entgegenzutreten: „Gerade beim Thema Littering ist das Verantwortungsgefühl und Engagement jedes Einzelnen gefragt!“ Ob Jogger, Gassigeher oder Spaziergänger: Wer sich als Einzelperson engagieren und als freiwilliger Abfallsammler in Aktion treten möchte, wird gerne vom Entsorgungs- und Baubetrieb unterstützt. Der eingesammelte Müll kann kostenlos beim Wertstoffhof abgegeben oder kostenlos vom ebwo abgeholt werden. Bei Bedarf stellt der ebwo auch Mülltüten und Schutzhandschuhe zur Verfügung. Interessengruppen unterstützt der ebwo bereits seit Jahren bei Sammelaktionen im gesamten Stadtgebiet. Interessierte können sich gerne bei der Abfallberatung melden unter Telefon 06241/9100-70 und -72 oder bei den jeweiligen Ortsverwaltungen.