Fr., 13. September 2019, 12:59 Uhr
40 Ehrenamtliche von „Radeln ohne Alter Bonn“ befördern Senioren in Rikschas
Das Recht auf Wind im Haar
Das Gefühl von Freiheit, wenn der Fahrtwind ins Gesicht weht und die Landschaft an einem vorbeizieht – dieses Empfinden, das sich beim Fahrradfahren einstellt, bleibt leider meist nur körperlich fitten Menschen vorbehalten. Und genau deshalb haben Natalie Chirchietti und Caroline Kuhl 2017 den Verein „Radeln ohne Alter Bonn“ ins Leben gerufen.
Und damit die Idee hinter dem Verein auch weit über Bonn hinaus bekannt wird, startet jährlich eine Deutschlandtour. In diesem Jahr führt die Tour vom Bodensee nach Bonn und machte nun auch in Worms Station. Sozialdezernent Waldemar Herder nahm die Gruppe vor dem Rathaus in Empfang.
„Ich freue mich, Sie auch hier in Worms begrüßen zu dürfen, denn hinter ,Radeln im Alter‘ steckt ein wunderbarer Gedanke: nämlich, dass jeder Mensch das Recht auf Wind im Haar hat, egal, in welchem Alter“, machte der Dezernent deutlich. Und genau deshalb durften Senioren aus umliegenden Altersheimen nach der Begrüßung selbst in die Rikschas des Vereins steigen und sich durch die Stadt fahren lassen – und den Wind im Haar spüren und genießen.
Im Rahmen der Deutschlandtour radeln insgesamt 40 Ehrenamtliche des Vereins unter dem Motto „Besondere Momente entlang des Rheins“ vier Wochen lang quer durch Deutschland, um vor Ort Senioren eine Fahrt auf einer Rikscha zu ermöglichen.
„Der Gedanke hinter der Aktion ist zugleich das Motto unseres Vereins: Jeder hat das Recht auf Wind im Haar“, erklärte Initiatorin Natalie Chirchietti. „Wir wollen diejenigen Menschen erreichen, die nicht mehr selbst aufs Fahrrad steigen können und ihnen schöne Momente bescheren“, so Chirchietti. Begleitet wird die Tour innerhalb von Rheinland-Pfalz vom ADAC Rheinland-Pfalz, der die Strecke auch geplant hat.
„Eine vorbildliche Aktion“, lobte Waldemar Herder. Dass die Senioren dem uneingeschränkt zustimmen, zeigte sich an den strahlenden Gesichtern in den Rikschas.