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Mo., 14. September 2020, 11:45 Uhr
TSG Pfeddersheim Fussball e.V.: Punktgewinn für die Erste in Dudenhofen / Hohe Niederlage für die „Zweite“ / Karten Vorverkauf für das brisante Oberliga-Stadtderby beginnt
Das TSG Lazarett wird immer größer
Vom Abwehrspieler zum Torjäger. Bei seinem zweiten Einsatz als Stürmer erzielt Matthias Tillschneider schon seinen zweiten Treffer. Foto: Felix Diehl
Niederlage in Ludwigshafen, Heimsieg gegen Eppelborn und am letzten Samstag ein Remis beim FV Dudenhofen – Mit dem Abschluss der ersten englischen Woche in der laufenden Saison werden die sportlich Verantwortlichen der TSG Pfeddersheim Fussball e.V. aufgrund der großen Ausfallliste zufrieden sein.
Vor dem Auswärtsspiel in Dudenhofen gab es weitere Hiobsbotschaften für die sportliche Leitung des TSG Oberligisten. Kurzfristig fielen auch noch Eugen Gopko und Daniel Zolotarev wegen Verletzungen aus. Ein längerer Ausfall ist bei Henrik Nagel zu befürchten. Den ewigen Pechvogel in Reihen der TSG plagen derzeit wieder hartnäckige Knieprobleme und er wird wohl noch einige Zeit ausfallen.
Aufgrund dieser großen Ausfallliste wurde kurzfristig mit Saher Bhatti ein Allrounder für die linke Seite verpflichtet, der auch schon beim Gastspiel in Dudenhofen in der Anfangsformation stand. Zu allem Überfluss musste Benjamin Himmel frühzeitig wegen einer Verletzung den Platz verlassen. Ob er länger ausfallen wird, wird sich in dieser Woche kurzfristig entscheiden.
Frühzeitige Führung
Bei hochsommerlichen Temperaturen ging die 1. Mannschaft von Coach Daniel Wilde am Samstag gegen Dudenhofen frühzeitig durch einen lehrbuchmäßigen Kopfball von Mathias Tillschneider nach einer tolle Flanke von W. Bhatti in Führung. Pech hatte Fabio Schmidt mit einem fulminanten Lattenknaller nach einer halben Stunde. Bei einem frühzeitigen 2:0 für die Gäste wäre „der Drops gelutscht“ gewesen, denn die Gastgeber, die auf ihren Torjäger Julian Scharfenberger verzichten mussten, hatten nicht ihren besten Tag erwischt und hätten mit Sicherheit das Spiel nicht mehr drehen können.
Die wenigen Chancen der Gelb-Schwarzen vereitelte Patrick Stofleth in souveräner Manier. Die Garantie des Stammplatzes hat ihm sehr viel Sicherheit verliehen und er ist derzeit ein starker und wichtiger Rückhalt für das TSG Team.
Ein Auswärtssieg wäre möglich gewesen, aber nach einer Stunde hatte die TSG ein wenig die Spielkontrolle verloren, Konzentrationsfehler schlichen sich ein und man wirkte in vielen Situationen zu passiv. Leichte Ballverluste führten zu einem Übergewicht der Gastgeber. Auch schon im Heimspiel gegen den FV Eppelborn konnte man dieses Manko feststellen.
Die Vorderpfälzer mit ihren vielen groß gewachsenen Spielern kamen aber nur zu wenigen klaren Torchancen. Ein Eckball und der darauffolgende Kopfball machte die Hoffnung auf einen Auswärtsdreier zunichte. Kurz zuvor hatte der eingewechselte David Boateng Pech mit einem weiteren Aluminium Treffer für die TSG. Nach Ende der intensiven neunzig Spielminuten können die beiden Trainer Litzel und Wilde mit dem Unentschieden gut leben.
Schon in den ersten drei Spielen zeigt es sich, dass in der diesjährigen Oberliga-Saison jeder jeden schlagen kann. Um die so wichtigen Plätze für die „Aufstiegsrunde“ (Platz 1-–6) wird es bis zum Ende heiß hergehen. Wormatia Worms wird trotz der überraschenden Auswärtsniederlage beim FC Speyer 09 weiterhin einsam seine Kreise an der Tabellenspitze ziehen. Mit anderen Worten, Platz 1 scheint vergeben.
Für die TSG Pfeddersheim heißt es nun nach einer intensiven Vorbereitung in dieser Woche sich auf das nächste Heimspiel gegen FC Hertha Wiesbach zu konzentrieren. Eine Schwächephase darf man sich in dieser außergewöhnlichen Saison nicht leisten, das Uwe-Becker-Stadion muss wieder zu einer Festung werden, mit der Heimstärke muss der Grundstock für eine erfolgreiche Saison gelegt werden.
Vorsicht geboten
Vorsicht scheint geboten, denn die Saarländer haben schon öfters im Uwe-Becker-Stadion für überraschende Ergebnisse gesorgt. Das Team von Ex-Profi Michael Petry (u.a. Kickers Offenbach, SV Sandhausen, 1. FC Saarbrücken) – ein Trainerfuchs allerbester Güte – brachte letzte Saison der TSG die höchste Heimniederlage in der Oberliga-Geschichte mit 2:8 bei. Es war gleichzeitig das frühe Ende des neu verpflichteten Trainers Christoph Hartmüller.
Diese hohe Heimschlappe liegt vielen TSG-Fans immer noch im Magen. Es bleibt abzuwarten, welches Team Daniel Wilde am Samstag, dem 19. September, um 15.30 Uhr im Heimspiel gegen FC Hertha Wiesbach auf den Rasen schicken kann. Marcell Oehler ist nach seiner Sperre wieder spielberechtigt, Sebastian Kaster saß in Dudenhofen wieder auf der Bank und könnte für das Heimspiel eine wichtige Offensivalternative werden. Bangen muss man leider noch um Benjamin Himmel. Kann Coach Daniel Wilde seine Wunschelf auf den Platz schicken, ist die TSG allemal in der Lage, eine erfolgreiche Saison zu spielen, und den vielen TSG-Fans im Uwe-Becker-Stadion hervorragenden und gut anzusehenden Oberliga-Fußball anzubieten.
Heimspiel gegen FC Hertha Wiesbach am 19. September
In der Bezirksliga Rheinhessen Süd musste die „Zweite“ eine hohe Niederlage einstecken. Beim FSV Saulheim kam man mit 0:8 unter die Räder, diese Schlappe war nach der sehr guten Leistung gegen den SV Horchheim beim Saisonstart nicht zu erwarten.
Schon am kommenden Freitag, dem 18. September, um 20 Uhr, kann man Wiedergutmachung betreiben: Gegen den „Pokalschreck“ VFL Gundersheim, der sich mit einigen namhaften und spielstarken Akteuren verstärkt hat, trifft man auf einen Gegner, der auch nicht besonders gut in die Saison gestartet ist. Zwei Spiele, zwei Niederlagen, das hat man sich bei den Grün-Weißen mit Sicherheit auch anders vorgestellt. Die junge TSG-Elf braucht die Unterstützung vder Fans im heimischen Stadion.
Weitere TSG News…
Terminiert ist das Spiel in der 4. Runde des SWFV Bitburger Verbandspokals: TSG Pfeddersheim –TSV Schott Mainz, Anpfiff im Uwe-Becker-Stadion ist am Dienstag, dem 22. September um 19 Uhr. Begonnen hat auch der Vorverkauf zum brisanten Oberliga-Prestige-Duell TSG Pfeddersheim – VFR Wormatia Worms. Ab sofort gibt es Eintrittskarten im TSG Sportheim im Uwe-Becker-Stadion.