Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: TSG Pfeddersheim nach 2:2 gegen Dudenhofen immer noch nicht gerettet
Das Zittern geht weiter
Er schaut den Ball so richtig ins Tor. Matthias Tillschneider (Mitte) traf per Kopf zum verdienten Ausgleich zum 2:2 kurz vor dem Ende der Partie. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Gezittert wird bis nach dem letzten Spieltag. Die TSG Pfeddersheim hat nach dem 2:2 gegen den FV Dudenhofen den Klassenerhalt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar immer noch nicht in der Tasche. Ein Unentschieden, dass beide Teams, auf dem ersten Blick, nicht so richtig weiter bringt.
Die Entscheidung wird erst nächste Woche fallen. Immerhin bleibt die TSG, wie Dudenhofen, weiterhin im Rennen um den Klassenerhalt dabei. Spannend bleibt es auf jeden Fall!
Hertha Wiesbach konnte an der TSG vorbeiziehen und Alemannia Waldalgesheim mit dem siebten Sieg in Serie aufschließen. Mit der TSG sind es fünf Mannschaften, die noch für drei sichere Tabellenplätze in Frage kommen. Sie müssen ihre letzte Hausaufgabe noch erledigen und in Morlautern gewinnen.
Die acht Absteiger können noch auf sieben verkürzen, wenn der Zweite der Aufstiegsrunde die Relegation für sich entscheidet. Dass sich die TSG mit aller Macht dagegen stemmt, zeigt die Partie gegen Dudenhofen.
Viele verletzte Stammkräfte fehlten im Kader der TSG oder saßen, wie Luca Graciotti und Marcel Oehler, mit wenigen Einheiten noch auf der Bank.
Mit aller Macht gegen Niederlage
Die Spieler, die auf dem Platz standen, wehrten sich mit aller Macht gegen eine Niederlage. Trainer Tobias Ehrenberg: „Sie haben eine sehr gute Moral gezeigt. Meine Mannschaft lebt. Sie werden auch nächste Woche mitbekommen, das wir als Team auf dem Platz stehen.“
Die erste Halbzeit der Partie war eher als durchwachsen anzusehen. Beide Teams waren erst einmal auf Absicherung bedacht und gingen nicht in das Risiko ein. Die TSG war nach vorne zu harmlos und die Gäste hatten nur eine gute Kopfballchance zu verzeichnen. Beide Abwehrreihen hatten alles im Griff.
Doch fünf Minuten vor der Pause wurde es in der TSG Defensive auf einmal „vogelwild“. Auslöser waren schwere Patzer der Gastgeber. Zuerst ein schwacher Rückpass von Christopher Ludwig zum zögernden Torhüter Sören Pätzold und kurz darauf vertändelte Nils Gans am Strafraum den Ball. Zum Glück konnten bei beiden Situationen die Gäste keinen Profit daraus ziehen.
Zur langen Verletztenliste kam zur Pause mit einer Oberschenkelproblemen noch Christopher Ludwig hinzu.
In der zweiten Halbzeit bekamen die zahlreichen Zuschauer dann Fußball gezeigt. Beide Teams kämpften mit offenen Visier: Die TSG kämpfte sich nun in die Partie hinein. Sie versuchten über die rechte Angriffsseite immer wieder die Abwehr der Gäste auszuhebeln. Doch die Gäste erzielten den ersten Treffer durch Eric Häussler.
Trainer Tobias Ehrenberg haderte: „In einer Umschaltsituation bekommen wir das Gegentor. Davor hatten wir zwei große Chancen durch Haber und Dautaj. Gegen solche Teams muss man in Führung gehen, um erfolgreich zu sein“.
Ausgleich durch Schmidt
Unermüdlich initiierte Fabio Schmidt die Angriffe der TSG. Es war kein Zufall, dass er auch den Ausgleich erzielte – und dass so, wie die Fans ihn kennen. Wie durch eine Schnur gezogen, knallte der Ball aus dreißig Meter in die Maschen.
Doch die Freude währte nur kurz. Nach einem Eckball traf Simon Bundenthal zu erneuten Gästeführung. Aufgeben war aber keine Lösung. Die TSG schlug wieder zurück! Drei Eckbälle nacheinander konnte für das Tor geübt werden. Fabio Schmidt schlug den Ball immer kurz vor den Fünfer, Vincent Haber verlängerte und letztendlich traf Matthias Tillschneider per Kopf zum verdienten Ausgleich.
Die Einstellung war mehr als Top bei der TSG, auch wenn nur ein Punkt am Ende gewonnen wurde. In der zweiten Hälfte war es ein sehr intensives Spiel. „Jetzt haben wir das Endspiel. Wir werden es annehmen und für das Spiel auf dem kleinen Platz in Morlautern gut vorbereitet sein“, zeigt sich Trainer Tobias Ehrenberg sicher, dass sein Team auch dort bestehen wird und auch muss. Die Mannschaft hofft auf die gleiche Unterstützung wie gegen Dudenhofen. Seit vier Spielen haben sie nicht mehr gewonnen, jede Hilfe wird benötigt. Anpfiff ist am Samstag um 15.30 Uhr.