Mi., 29. Januar 2020, 07:31 Uhr
Stadtrat: SPD und CDU bringen gemeinsam Antrag auf freies WLAN ein
Datenwüste Worms
Leider verfügt Worms immer noch nicht über ausreichend freie WLan-Hotspots. Das gilt für die Fußgängerzone, das Rheinufer, die Stadtteile - und sogar für die Verwaltungsgebäude, wie das Rathaus der Stadt Worms auf dem Marktplatz. „Wir nehmen deshalb einen neuerlichen Anlauf, um unsere schöne Stadt den Standards des 21. Jahrhunderts endlich anzupassen“, verkündet SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst.
Die Sozialdemokraten hatten bereits vor rund vier Jahren einen Antrag auf freies WLAN für Worms im Stadtrat eingebracht. „Bisher ist allerdings relativ wenig passiert“, so die ernüchternde Bilanz, die laut Timo Horst auch einen - seiner Meinung nach nicht nachvollziehbaren - Grund hat: Die Verwaltung habe den Antrag nicht weiterverfolgt, weil die Netzbetreiber wie Vodafone und Telekom im Stadtgebiet ein offenes, aber kostenpflichtiges, WLAN/Hotspot-Angebot zur Verfügung stellen. Dass dies kein adäquates Angebot für eine Stadt mit über 80.000 Einwohnern und abertausenden Touristen sei, dieser Auffassung ist auch die CDU.
Gemeinsam werden die Koalitionspartner deshalb einen erneuten Anlauf im Stadtrat nehmen, um freies und kostenloses WLAN für alle schnellstmöglich bereitzustellen. „Wir sehen hierfür das EWR als wichtigsten Partner an“, betonten Timo Horst und CDU-Fraktionschef Klaus Karlin. Die beiden Politiker verweisen darauf, dass der Energieversorger bereits in unzähligen Regionen in Rheinhessen freies WLAN in Verwaltungsgebäuden umgesetzt hat. „Es ist heute einfach nicht mehr vermittelbar, dass es im Rathaus, an touristischen Sehenswürdigkeiten und den geliebten Plätzen der Bürger von Worms kein freies WLAN zur Verfügung steht“, sind sich die Vertreter von SPD und CDU einig.
Eine reine Datenwüste ist Worms aber derzeit nicht. Denn die Sparkasse und die Volksbank gehen mit gutem Beispiel voran. Sie haben in und um ihre Hauptstellen herum freie Hotspots für alle gesorgt. Timo Horst und Klaus Karlin sind dafür diesem kleinen Schritt weitere Schritte folgen zu lassen. So wäre es nach meiner der beiden Politiker ein Anfang, wenn in einem ersten Schritt zumindest die städtischen Gebäude mit freiem WLAN ausgestattet werden würden. Im nächsten Schritt sollte sich dann ein Netzwerk in der Kernstadt ausbreiten. Gleichzeitig sollte man prüfen, ob auf Wunsch von Schulleitungen, Elternvertretern und Schülervertretungen, WLAN für die Schüler installiert werden kann und soll.