Pfeddersheim muss 5: 0-Heimniederlage gegen Schott Mainz verdauen
Debakel für die TSG
Der einzige Pfeddersheimer im Spiel gegen Schott, der auch einmal eine 1:1-Situation suchte war Shuntaro Kawabe. Foto: Felix Diehl
Einen desolaten Auftritt zeigte die TSG Pfeddersheim beim Heimspiel gegen TSV Schott Mainz. Bei der deprimierenden 0:5-Klatsche war man von Beginn an chancenlos. War der Substanzverlust nach der Pokalniederlage unter der Woche gegen die Wormatia zu groß oder warum konnte man die gute Leistung nicht bestätigen? Die erste Szene der Partie hatte schon etwas von Slapstick. Bei einem eigentlichen harmlosen Ball waren sich Torhüter Patrick Stofleth und Matthias Tillschneider uneinig, rannten sich gegenseitig aus dem Weg und der Mainzer Georgi del Vecchio hatte leichtes Spiel, um die frühe Führung zu erzielen. Dass solch eine Szene natürlich keine Sicherheit für eine Mannschaft gibt, kann man verstehen. Trotzdem war noch fast eine ganze Spielzeit zu bewältigen, aber von der TSG kam einfach nichts. Kein Kampf, kein Laufspiel, sämtliche spielerische Qualitäten, alles was in der letzten Saison so einfach erschien, ist verflogen.
Erst recht als Janek Ripplinger nach einer halben Stunde auf 0:2 erhöhte. Die einzige Torgelegenheit der Partie für die TSG hatte Maurice Müller, noch vor der Pause, der aus kurzer Distanz am Mainzer Torwart scheiterte. Dann kam der Frust hinzu. Christopher Ludwig sah eine Minute vor der Halbzeit die gelb-gote Karte. Auch wenn die erste Gelbe nicht berechtigt war, muss man sich cleverer anstellen und darf nicht ungestüm in den Zweikampf gehen. Die zweite Hälfte ist schnell erzählt. Nach einer Stunde erhöhte Schott durch einen Doppelschlag von Konstantin Frings und Janek Ripplinger auf 0:4. Den Schlusspunkt erzielte Raphael Assibey-Mensah. Baustellen hat Trainer Daniel Wilde genug. Mit 29 Gegentreffern in acht Partien kann von einer Schießbude in der Oberliga gesprochen werden. Aber, alles auf den Torwart oder die Abwehr zu schieben, wäre zu einfach. Das muss sich die ganze Truppe an die Nase fassen, um die Ursache zu analysieren und abzustellen.