NABU informiert mit Ausstellungen / Der Grünspecht – Vogel des Jahres 2014
Defekte Handys abgeben
Mit gleich drei Ausstellungen informiert der Naturschutzbund NABU derzeit die Bevölkerung. Noch bis Ende Juni befindet sich im Wartebereich der KZF-Zulassungsstelle im Adenauerring in Worms eine bebilderte Ausstellungswand zu den Tätigkeiten des NABU, die mit freundlicher Genehmigung des Umweltamtes aufgebaut werden durfte. Dort befindet sich auch eine Box, in die defekte oder alte Handys eingeworfen werden können. Diese werden vom NABU dem Recycling zugeführt. „Mit jedem abgegebenen Handy wird mit 2,50 Euro die Havelrenaturierung unterstützt“, hofft Matthias Bösl vom NABU auf eine hohe Rückgabequote und endlich das 1000. vom NABU Worms gesammelte Handy.
Bevölkerung über den Grünspecht informieren Mit einer im Tiergarten Worms aufgestellten Infotafel-Serie und einer Ausstellung im auf dem Hauptfriedhof befindlichen Schaukasten wird die Öffentlichkeit über den Grünspecht informiert. Sein Bestand hat zwischen 1991 und 2010 erheblich zugenommen – und dennoch ist der Grünspecht vom Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres 2014 gekürt worden. „Mit diesem Vogel wollen wir eine positive Entwicklung herausstellen und dabei auch auf die Gefährdung seines Lebensraumes, die Streuobstwiesen, aufmerksam machen“, berichtet Vorsitzender Matthias Bösl.
Im Jahr des Grünspechts unternimmt der NABU Worms mehrere Aktionen. So hat der Naturschutzverband drei unterschiedliche Nistkastentypen in geeigneten Lebensräumen angebracht, um festzustellen, welche der Grünspecht bevorzugt. In den Herrnsheimer Klauern ist eine langfristig angelegte Kartierung erfolgt, zu der in einem ausgewählten Bezirk alle Spechtbäume markiert wurden. Und eine spezielle Wiesenmahd auf den NABU-eigenen Streuobstwiesen hilft dem Grünspecht bei der Nahrungssuche.
NABU erhält den Lebensraumtyp
Den großen, grünen Specht mit der karminroten Haube kann man besonders gut in der Wormser Bürgerweide, den Herrnsheimer Klauern, im Pfrimmtal oder im Ibersheimer Wörth hören und sehen. „Da er seine Lieblingsnahrung Ameisen überwiegend auf dem Boden sucht, trifft der Spaziergänger oft zufällig auf den Grünspecht, der überraschend von einer kurz gemähten Wiese auffliegt“, weiß Bösl. Gerade im Wörth hat der NABU bereits einige Streuobstwiesen erworben, um den Lebensraumtyp zu erhalten und nebenbei den Grünspecht zu fördern.