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  • Mo., 05. Oktober 2015, 15:59 Uhr
    20: 28-Heimniederlage für HSG-Handballer gegen starkes Team aus Merzig-Hilbringen / Nach Simmern folgt Derby gegen Bingen

    Defensiv hui, offensiv pfui

    Mit einem Tor konnte sich HSG-Spieler Markus Metzdorf bei der 20:28-Niederlage gegen Merzig-Hilbringen in die Trefferliste eintragen. Foto: Felix Diehl


    Als der Trainer des HSV Merzig-Hilbringen, Marcus Simowski, nach dem Spiel bei der HSG Worms von Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ sprach, konnte sein Trainerpendant Gerd Zimmermann nur vielsagend schmunzeln. „Die Jungs werden ganz oben in der Oberliga mitspielen“, erwiderte der Wormser Coach nach einer 20:28 (9:15)-Heimniederlage seiner Mannschaft.

    Von Beginn an zeigten die Gäste nämlich, warum sie bisher nur gegen den aktuellen Tabellenführer aus Dansenberg Punkte liegen ließen. Aus einer konsequent verteidigen 6:0-Deckung heraus kreierte der HSV immer wieder über die zweite Angriffswelle gefährliche Situationen für die HSG-Abwehr. Zwar wussten die Gastgeber in ihrer offensiv agierenden Verteidigung den eingespielten Gästen Paroli zu bieten, jedoch belohnten sich die HSGler im eigenen Angriff zu selten. Auch ohne den in weiten Teilen geschonten Spielmacher Denis Markert, der mit seiner Kopfverletzung aus dem Mundenheim-Spiel zu kämpfen hatte, sowie Kreisläufer Florian Reichelt, erspielten sich die Wormser in nahezu jedem Angriff eine Torchance. Doch frei vor HSV-Torwart Andrej Kessler versagten den Zimmermann-Schützlingen immer wieder die Nerven. „Wenn du einen sehr guten Torwart vor dir hast und du deine Schüsse halb hoch oder unplatziert abgibst, dann schießt du auch keine Tore“, sagte der HSG-Coach über die ungewohnt schwache Torausbeute seiner Mannschaft. Weil den HSGlern in den letzten zehn Minuten vor der Halbzeit lediglich ein Tor gelang, ging es mit einem deutlichen 9:15-Rückstand in die Halbzeitpause. Einzig Linksaußen Christian Kulaszewicz (10) präsentierte sich treffsicher. Bei sechs Versuchen netzte der technisch beschlagene Außen im ersten Durchgang sechs Mal.

    Mehr Präzision nach dem Seitenwechsel

    Nach dem Seitenwechsel taten es ihm seine Mitspieler gleich und begannen ebenfalls, mit mehr Präzision abzuschließen. Binnen weniger Minuten verkürzten die Gastgeber den Rückstand auf vier Tore. Merzig-Hilbringen ließ sich vom HSG-Zwischenspurt allerdings nicht aus der Ruhe bringen und zog das eigene Spiel ganz im Stile einer Spitzenmannschaft durch. Aufgrund der wiederkehrenden Wormser Abschlussschwäche mussten sich die HSGler letztlich mit 20:28 geschlagen geben. „Mit Ausnahme von Kula haben wir heute die Konsequenz in unseren Angriffsaktionen gegen einen hochkarätigen Gegner vermissen lassen. Defensiv bin ich dagegen zufrieden mit der Leistung. Ohne die einfachen Gegenstoßtreffer des HSV wäre das Spiel sogar enger gewesen“, so das Fazit von Gerd Zimmermann. Der Blick gehe nun laut Zimmermann nach vorne: „Wir spielen am Wochenende beim Mitaufsteiger aus Simmern und anschließend vor heimischem Publikum das Derby gegen Bingen. Auch diese beiden Mannschaften verfügen über eine Menge Qualität, die aber nicht zu vergleichen ist, mit dem was der HSV bei uns abgeliefert hat.“

    Aufstellung: Marco Palzer (Tor) Ströning, Eusterholz (2), F. Markert (2), Jochen Schloß, Andre Ermisch, D. Markert, Markus Metzdorf (1), Christian Augst (2), Orintas Klimavicius (3), Tobias Feil, Christian Kulaszewicz (10). Bemerkungen: Florian Reichelt, Fabian Ruß, Felix Kaltenthaler und Paul Stumpf nicht im Kader, Denis Markert ist schwer angeschlagen ins Spiel gegangen.
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