Das ehemals in Worms stationierte US- Fernmeldekommando wurde außer Dienst gestellt / „Dragon Warriors“ prägten städtisches Leben
Delegation aus der Nibelungenstadt beim 5th Signal Command
Major General John W. Baker, Oberst Colonel Rob Parker, the U.S. Army Europe chief information officer/G-6, Bürgermeister Kosubek und eine Abordnung der Fischerwääder und Rheindürkheimer" bei der Außerdienststellungs-Zeremonie in Wiesbaden. Im Hintergrund ist das Wappen der „Dragon Warriors“ zu sehen.
Im Juni dieses Jahres verabschiedete die Stadt Worms das 5th Signal Command der US-Army, das im Zuge der Umstrukturierung der US-Army in Europa aufgelöst wird. Vergangene Woche wurde das US-Fernmeldekommando in Wiesbaden im Beisein von Vertretern und Repräsentanten der Stadt in einer militärischen Zeremonie außer Dienst gestellt. Das 5th Signal Command war von 1974 bis 1996 in den Taukkunen-Barracks, der heutigen Prinz-Carl-Anlage, stationiert und stark mit Worms verbunden, auch nach dem Abzug aus der Nibelungenstadt: Dies äußerte sich unter anderen durch den Drachen als Wappentier und die Bezeichnung „Dragon Warriors“. Das Wappen schmückt seit Juni den Eingang zur Prinz-Carl-Anlage. „Mit ihrer Stationierung in Worms prägten die Soldaten das Stadtbild, wurden alsbald Teil unserer Stadt“, erinnerte Bürgermeister Kosubek an die Ära. Dabei sei es ungewöhnlich und besonders gewesen, dass eine Besatzungsmacht ein so enges Verhältnis zu einer Stadt entwickelt habe.
Diese enge Verbindung bestand auch zum Wormser Brauchtumsverein der Fischerwääder, denn auch beim traditionellen Backfischfest durften die US-Militärs nicht fehlen. In der Zeit ihrer Stationierung in Worms kürten sie gar eine eigene „Miss Backfischfest USA“ und auch beim Festumzug war das 5th Signal Command stets vertreten. Unvergessen sind in der Nibelungenstadt auch die Feste der Soldaten, zu denen die Wormser Bürger stets willkommen waren. „Sie haben sich immer in unser Stadtleben eingebracht“, attestierte Bürgermeister Kosubek.
Und auch die Mitglieder des 5th Signal Command blicken gerne auf die Zeit in Worms zurück, auch wenn sie sie selbst nicht miterleben durften. Wie tief die Verbundenheit nichts desto trotz nach wie vor war, brachte Oberst Colonel Rob Parker, europäischer chief information officer der US-Army, in einer zutiefst emotionalen und bewegenden Rede zum Ausdruck. Bereits bei der Verabschiedung in Worms hatte er betont: „Keine Freundschaft war je größer als die zu Worms. Sie ist eine Stadt wie keine andere.“