
Mit „Dem Glück entgegen“, der neuen Ausstellung ab Sonntag, dem 11. Oktober, stellt sich das Museum der VG Eich im Gimbsheimer Storchenschulhaus quer zu den unterschwellig verbreiteten Ängsten, dass alles immer schlimmer wird. Das Museum zeigt sich optimistisch und präsentiert die Werke von vier Künstlern und einer Künstlerin, die sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Gefühl oder Zustand Glück auseinandersetzen.
Der Osthofener Maler Julius Grünewald zeigt Werke, die sich mit ihm Vertrautem beschäftigen. Serien von Wildschweinportraits hatte er schon in vorherigen Ausstellungen im VG-Museum gezeigt, diesmal gibt es Hasen, außerdem mehrere Versionen vom Juliusturm, der zu seiner Geburt in einem Weinberg gebaut wurde. Sehr farbstark sind zwei bislang noch nicht ausgestellte Malereien von Akten auf Reittieren.
Die Gimbsheimer Bildhauerin Christine Hach zeigt Arbeiten aus dem Jahr 2026, zwei überlebensgroße Tonskulpturen, eine ist die vermeintliche Glücksgöttin Fortuna, die in ihrem Füllhorn allerdings alle Arten von Schicksalen bereit hält und schwankend auf einer Erdkugel balanciert, und eine Nixe, die ihr Unterwasserleben offensichtlich genießt. Dazu gibt es Kohlezeichnungen, die in Vorbereitung zu den Skulpturen entstanden sind.
Die Kölner Künstlerin Irena Paskali war bei verschiedenen Ausstellungen im Storchenschulhaus mit Videos und inszenierten Fotoarbeiten vertreten. Für die Glücksausstellung werden unter dem Mammut im Eiszeitraum in der Video-Lounge neue Kurzfilme zu sehen sein, im Archäologieraum Installationen und Zeichnungen.
Dieter Renk aus Rehborn in der Nordpfalz ist ebenfalls kein Unbekannter, viele seiner großen Acrylbilder sind einfach fröhlich, Bildtitel wie „und morgens Elmex“ oder „2 Gurken auf Urlaub“ lassen keine schlechte Laune aufkommen. Dieter Renk zeigt eine neue Serie, die vor kurzem in München entstanden ist, so wie großformatige erzählerische Arbeiten, die scheinbar so einfach aussehen.
Zur Eröffnung spielt Christian Hoff aus Ibersheim Glückslieder um 14 Uhr. Des Weiteren gibt es Führungen, Künstlergespräche, Besprechungen einzelner Werke sowie Konzerte in den Ausstellungsräumen. Das Museum ist Sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.
Am 11. Oktober ist von 15 bis 17 Uhr auch wieder das Tagelöhnerhaus in der Gimbsheimer Uhlandstraße geöffnet. Sonja und Ernst-Ludwig Stampp führen durch die Lebenswelten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.