
Der Umgang mit einem an Demenz erkrankten Familienmitglied stellt Angehörige oft vor große Herausforderungen. Wie sich alltägliche Situation besser bewältigen lassen, stand im Mittelpunkt eines Vortrags des Netzwerks Demenz im Landkreis Alzey-Worms. Mehr als 40 Interessierte begrüßte die Koordinatorin des Netzwerkes Demenz im Landkreis, Susanne Schwarz-Fenske, in der Kreisverwaltung Alzey-Worms.
Dr. Claudia Krack von der Alzheimer Gesellschaft Ludwigshafen referierte anlässlich des Welt-Alzheimertages zum Thema „Demenz in der Familie“.
Mit hoher fachlicher Expertise informierte sie über die Erkrankung und erläuterte wie unsicher und verloren sich von der Diagnose Betroffene oft fühlen. Das ganze Familien- und Beziehungssystem gerate in Schieflage. Da Erkrankte zunehmend mit den sonst üblichen Aufgaben und Rollen überfordert seien, könne dies zu Krisen und Ratlosigkeit in der Familie führen. Oft werde es als eine „Trauer auf Raten“ empfunden, weil die vertraute Person nicht mehr so sei wie sie war. Wie wichtig es sei, Angehörige mit der Erkrankung zu fördern, auf die noch vorhandenen Ressourcen zu schauen und nachsichtig mit dem Verlorenen umzugehen, erläuterte sie anhand vieler praktischer Beispiele. Dabei konnten die Zuhörenden fachliche Informationen und Tipps für den Umgang mit erkrankten Angehörigen mitnehmen. Nicht zuletzt, weil die Referentin auch aus persönlichen Erfahrungen in ihrer eigenen Familie berichten konnte.
„Demenz ist nicht das Ende der Lebensfreude“ war ein Zitat einer Betroffenen, mit dem sie einlud, den Weg mit den Angehörigen zu gehen. Dabei betonte sie, wie wichtig es sei, als Angehörige Hilfs- und Entlastungsangebote wie Betreuungsdienste oder auch Tagespflege in Anspruch zu nehmen und verwies auf Anlaufstellen wie die Pflegestützpunkte, die Hilfsangebote vermitteln können.
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