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  • Do., 12. März 2015, 16:09 Uhr
    Wormser Netzwerke für Demokratie und gegen Gewalt strukturiert vertiefen / Bundesprogramm im Rathaus vorgestellt

    „Demokratie leben“

    Kulturkoordinator Volker Gallé, Oberbürgermeister Michael und Anne Fennel vom Diakonischen Werk Worms-Alzey glauben an eine rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am Bundesprogramm "Demokratie leben" vor Ort in Worms. Foto: Florian Helfert


    VON FLORIAN HELFERT Mit der Teilnahme am neuen Bundesprogramm „Demokratie leben - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" möchte die Stadtverwaltung nach Angaben des Oberbürgermeisters Michael Kissel Vielfalt, Demokratie und gesellschaftliches Engagement stärken. „Das Bundesprogramm fügt sich nahtlos in unserer städtische Strategie ein, Bürger einzubinden“, erläuterte Kissel bei einem Pressegespräch am Donnerstag mit Blick auf den Haushalt im Dialog oder des geplanten Runden Tischs zum Thema Asyl und Flüchtlinge.

    Stadtverwaltung rechtlich federführend
    Rechtlich federführend bleibe zwar die Stadtverwaltung gegenüber dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter Ministerin Manuela Schwesig, vor Ort allerdings werde ein Projektmitarbeiter des Diakonischen Werks Worms-Alzey koordinierend tätig sein. „Ende Mai hoffen wir, eine Bestandsaufnahme vorhandener Strukturen aufnehmen zu können und Ansprechpartner zu gewinnen“, freut sich Anne Fennel als Leiterin des Diakonischen Werks. Ferner werde das für fünf Jahren aus Bundesmitteln finanzierte Projekt inhaltlich neben der Koordinierungsstelle ergänzend von einem aus Vertretern der Verwaltung sowie der Zivilgesellschaft bestehenden Begleitausschuss unterstützt.

    Keine Angebote wie im Supermarkt
    „Da wir keine Angebote wie ein Supermarkt anbieten wollen, beabsichtigen wir ein von Jugendlichen selbst organisierten Jugendforum sowie zweimal jährlich stattfindende Demokratiekonferenzen“, betonte Kulturkoordinator Volker Gallé den beteiligungsorientierten Charakter des Bundesprogramms. Dass der Bürger nicht als Statist sondern als Akteur begriffen werde, unterstrich auch Oberbürgermeister Michael Kissel nochmals zum Abschluss des Pressegesprächs: Schließlich sei es Ziel des Projekts, Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen und Milieus dauerhaft für ein Engagement pro Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu aktivieren.

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